Stand: 21.08.2014 15:54 Uhr

Natur erleben im Feldberger Seenland

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Der Carwitzer See bei Feldberg lädt im Sommer zum Baden ein.

Schon vor 100 Jahren galt die Landschaft um das Städtchen Feldberg im Südosten Mecklenburgs als eine der schönsten Sommerfrischen Deutschlands. Mit weitläufigen Wäldern und zahlreichen klaren Seen ist sie ein Paradies für Wanderer, Wassersportler und Naturfreunde.

1997 wurde ein erheblicher Teil der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft an der Grenze zum Land Brandenburg als Naturpark ausgewiesen. In dem fast 35.000 Hektar großen Gebiet können Urlauber Natur pur erleben, mit etwas Glück Adler, Eisvögel und rund 140 andere Vogelarten beobachten.

Wandern zum Reiherberg und zu uralten Buchen

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Vom Reiherberg bietet sich ein weiter Blick über den Naturpark bis nach Feldberg.

Die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren Wäldern, Wiesen und Seen lädt zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen ein. Zu empfehlen ist eine Wanderung zum Reiherberg, der einen schönen Blick auf die Landschaft, das Städtchen Feldberg und den Haussee mit seinen beiden Inseln bietet. Die eiszeitliche Abbruchkante ist 145 Meter hoch und über den Haussee-Rundweg zu erreichen. In Feldberg gibt es mit dem Wiesenpark ein einzigartiges Biotop. Dort wachsen und blühen ab Ende Mai seltene wilde Orchideen, die von Holzstegen aus betrachtet werden können.

Ein Höhenweg führt vom Aussichtspunkt weiter zum See Breiter Luzin. Ein weiteres lohnendes Wanderziel ist Deutschlands ältester Buchenwald, die sogenannten Heiligen Hallen bei Lüttenhagen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Waldgebiet nicht mehr bewirtschaftet und entwickelt sich zu einem Urwald. Die ältesten Bäume sind rund 350 Jahre alt.

Auf Entdeckertour über und unter dem Wasser

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Das Fährhaus steht seit 1907 am Schmalen Luzin. Es ist ein guter Startpunkt für Paddeltouren über den See.

Beste Bedingungen bietet die Seenlandschaft um Feldberg für Wassersportler: Der Breite Luzin, mit knapp 60 Meter der zweittiefste See in Mecklenburg, darf auch mit Motorbooten befahren werden. Am benachbarten Schmalen Luzin sind Verbrennungsmotoren tabu. Die zum Teil sehr engen Wasserwege eignen sich ideal für eine Kanutour. Verleihstationen gibt es rund um den See.

Die Seen der Feldberger Seenplatte sind ein erstklassiges Tauchrevier. Besonders zu empfehlen ist der Schmale Luzin, der Sichtweiten zwischen fünf und 15 Meter, riesige Felsbrocken und ins Wasser gestürzte Bäume bietet. Ebenfalls ein gutes Revier ist der Dreetzsee: Dicht und artenreich wuchern dort mannshohe Wasserpflanzen. Dazwischen schwimmen Hechte, Schleie, Barsche und Karpfen. An beiden Seen gibt es eine Tauchstation, die Ausrüstungen verleiht und Taucher zu den schönsten Tauchplätzen führt.

Gute Reviere für Hobby-Angler

In der Feldberger Seenplatte befinden sich außerdem 15 befischbare Gewässer mit einer Wasserfläche von mehr als 1.500 Hektar und großen Fischbeständen. Ein besonders gutes, anspruchsvolles Revier ist der Carwitzer See im Süden von Feldberg. Hobby-Angler und -Fischer müssen Geduld aufbringen und die Natur gut kennen oder kennenlernen.

Auf den Spuren des Schriftstellers Hans Fallada

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Das Hans-Fallada-Museum in Carwitz zeigt die Arbeits- und Wohnräume des großen Schriftstellers.

Bekannt wurde die Feldberger Seenlandschaft auch durch die Bücher von Hans Fallada (1893-1947), der dort bis zu seinem Tod lebte. Einige seiner schönsten Werke erzählen von der Region. Der Schriftsteller, der mit Werken wie "Bauern, Bonzen und Bomben" oder "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt" bekannt wurde, lebte elf Jahre lang in Carwitz - von 1933 bis 1944. Seit 1995 zeigt ein Museum in Carwitz die vollständig restaurierten Wohn- und Arbeitsräume Falladas und all seine Werke in deutscher Erstausgabe. Außerdem ist dort das Fallada-Archiv beheimatet. Im Dorf befindet sich auch das Grab des Schriftstellers. Die Urne wurde 1981 aus Berlin überführt.

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Karte: Feldberger Seenlandschaft

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / Nordtour / 16.05.2016 / 18:00 Uhr

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