Stand: 07.09.2017 11:01 Uhr

Amrum: Kleine Insel, riesiger Strand

Kein Flugplatz, kein Golfplatz, keine Szene-Bars, dafür kilometerlanger Strand, eine urwüchsige Dünenlandschaft und freie Sicht bis zum Horizont - auf Amrum steht die einzigartige Natur im Mittelpunkt. Die nordfriesische Insel ist ideal, um einmal völlig abzuschalten. Schon die Anreise, die nur mit dem Schiff möglich ist, sorgt für Entspannung: Rund zwei Stunden dauert die Überfahrt vom Festland durch das Wattenmeer, sie führt vorbei an den Halligen und der Nachbarinsel Föhr.

Die Kirche in Nebel auf Amrum.

Berühmt: Die Kirche von Nebel auf Amrum

Nordtour -

St. Clemens auf Amrum ist der Mittelpunkt der Insel. Die Kirche beherbergt viele kleine Geschichten und der Friedhof erzählt von Walfängern, Seeräubern und anderen Amrumern.

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Strand bis zum Horizont

Amrums vielleicht größte Attraktion ist der Kniepsand, ein feinsandiger Strand, der mit zwölf Kilometern Länge und bis zu zwei Kilometern Breite zu den eindrucksvollsten an der Nordseeküste zählt. Etwas abseits der wenigen Hauptstrände mit Badeaufsicht, Kiosk und Strandkörben ist man dort selbst in der Hauptsaison fast allein. Scheinbar endlos erstreckt er sich bis zum Horizont. Noch bis Mitte der 60er-Jahre war der Kniepsand eine der Insel vorgelagerte Sandbank, mittlerweile ist er mit der Insel zusammengewachsen.

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Etliche Bohlenwege ziehen sich durch die Dünenlandschaft Amrums.

Hinter dem Strand beginnt die weitläufige, weitgehend naturbelassene Dünenzone mit ihren bis zu 32 Meter hohen Sandbergen. Lohnend ist ein Spaziergang über die vielen Holzbohlenwege, die mitten durch die Dünenlandschaft führen. Von mehreren Aussichtsdünen schweift der Blick weit über Insel und Meer.

Amrums Natur auf der Spur

In der Inselmitte wechseln sich Wald, Wiesen und Heidelandschaften ab, durch die sich Wander- und Radwege ziehen. Im Norden, Süden und Osten grenzt die Insel an das Wattenmeer. Eine Wattwanderung vor der Küste, zur Nachbarinsel Föhr oder auch zu einer nahe gelegenen Seehundbank gehören zu den besonderen Naturerlebnissen, die die Insel zu bieten hat.

Ob am Strand oder beim Spaziergang durch die Dünen: Schnell macht sich beim Urlauber der Vogelreichtum der Insel bemerkbar: Die Rufe der Möwen begleiten die menschlichen Eindringlinge auf Schritt und Tritt. An der Nordspitze Amrums liegt mit der Odde ein Natur- und Vogelschutzgebiet. In den Dünen brüten Möwen, Seeschwalben und Eiderenten, mit etwas Glück lassen sich am Strand auch Kegelrobben und Seehunde beobachten. Der Verein Jordsand bietet regelmäßig Führungen durch das Schutzgebiet an.

Wahrzeichen mit Aussicht: Der Leuchtturm von Amrum

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Schön anzusehen und ein lohnenswertes Ausflugsziel: der gestreifte Leuchtturm.

Egal, wo man auf Amrum unterwegs ist, früher oder später kommt das Wahrzeichen der Insel in Sicht: der Amrumer Leuchtturm, der noch immer in Betrieb ist. Er ist einer der höchsten an der norddeutschen Nordseeküste. Ursprünglich war er ein rot-brauner Steinturm, 1952 erhielt er den heutigen rot-weißen Anstrich. 297 Stufen führen auf die Aussichtsplattform mit Rundbalkon, die in der Saison vormittags für Besucher geöffnet. Von oben bietet sich eine herrliche Aussicht auf Amrum, die Nachbarinseln und die Nordsee.

Leuchtturm Amrum

erbaut: 1875
Höhe Turm: 41,8 m
Höhe Leuchtfeuer: 63 m

Öffnungszeiten
im Sommer: Mo bis Fr 8.30 - 12.30 Uhr (letzter Einlass)
im Winter: Mi 9 - 12.30 Uhr
an Feiertagen geschlossen

Tipp
04:54

Abends auf den Amrumer Leuchtturm

01.10.2017 20:15 Uhr
Landpartie - Im Norden unterwegs

Einmal in der Woche führt Wolfgang Stöck in der Dämmerung Feriengäste auf den Amrumer Leuchtturm. Wenn es dunkel ist, kann man von oben sogar den Leuchtturm von Helgoland blinken sehen. Video (04:54 min)

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 09.09.2017 | 18:00 Uhr

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Nordmagazin