Stand: 29.03.2016 10:01 Uhr

Kleine, große Welt: Das Miniatur Wunderland

Ein Rockkonzert, ein Feuerwehreinsatz, ein Liebespaar im Sonnenblumenfeld oder gar das sagenhafte Atlantis - in den fantasievoll gestalteten Landschaften des Miniatur Wunderlands in der Hamburger Speicherstadt wimmelt es von Details. Die riesige Modelleisenbahnausstellung schickt ihre Besucher auf die Reise durch eine stetig wachsende Zahl von fantasievoll angelegten Landschaften, Städten und Kontinenten.

Eine Reise durchs Wunderland

930 Züge, acht Fantasiewelten

So geht es etwa im Hamburg-Abschnitt vorbei an den Landungsbrücken, im Amerika-Bereich locken die Lichter der Spielerstadt Las Vegas und in Skandinavien kreuzen Frachter über das echte Wasser der sogenannten Nord-Ostsee. 930 Züge und 8.850 Autos durchfahren die acht Mini-Welten, die sich über rund 1.300 Quadratmeter und mehrere Etagen eines ehemaligen Speichergebäudes erstrecken. Wenn im Miniatur Wunderland die Nacht beginnt - etwa alle 20 Minuten - beleuchten rund 335.000 Lichter die Landschaften. Seit November 2015 versorgt sogar die Tagesschau die 230.000 Mini-Einwohner mit ganz speziellen Nachrichten, wie es sie wohl nur im Wunderland gibt - etwa über die Landung von Außerirdischen nahe der Area 51 in der Wüste von Nevada.

Technisches Highlight: Der Airport

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10 Bilder

Ready for Take off! Knuffingen hebt ab

Computer- und satellitengesteuert starten die Mini-Maschinen vom Flughafen im Miniatur Wunderland. Bildergalerie

Bislang aufwändigster Bauabschnitt war der Flughafen. Mehr als 150.000 Arbeitsstunden und rund 3,5 Millionen Euro kostete das Mammutprojekt in Miniformat. Der "Airport Knuffingen" ist ein originalgetreuer Nachbau des Hamburger Flughafens. 40 Mini-Flugzeuge werden von einem Start- und Landekatapult in die Luft beziehungsweise zum Boden befördert und rollen, gesteuert von einem eigens entwickelten Satellitensystem, über das Rollfeld zu den Terminals.

Eine Erfolgsgeschichte

Im Schnitt besuchen etwa eine Million Menschen pro Jahr die Ausstellung - mehr als jede andere Sehenswürdigkeit der Hansestadt. Dabei sah es am Eröffnungstag im August 2001 nicht gerade so aus, als ob sich die Anlage zum Besuchermagneten entwickeln würde: Nur 200 Besucher kamen. "Da hätte ich mich am liebsten eingeschlossen und geheult", erinnert sich Frederik Braun, der gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Gerrit das Miniatur Wunderland gründete. Doch schon bald kamen die Gäste zu Tausenden und die Brüder bauten die Modelleisenbahnanlage aus. Auf den Harz und Knuffingen folgte 2002 der Bauabschnitt Hamburg und ein Jahr später Amerika. Später kamen Skandinavien, die Schweiz und der Airport Knuffingen hinzu. Um ein prestigeträchtiges Projekt gewachsen ist im Jahr 2013 der Hamburg-Abschnitt: Hier entstand eine Miniatur-Ausgabe der Hafencity und der Elbphilharmonie. Wie beim Original kam es zu etlichen Pannen und einem unerwarteten Anstieg der Baukosten. Trotzdem fand die Eröffnung immer noch rund vier Jahre früher statt als beim großen Vorbild, das 2017 eröffnet. Seit März 2016 ist außerdem der NDR dabei: Büttenwarder, das Rote Sofa der Sendung Das! und das Studio der Tagesschau wurden liebevoll in die Anlage eingefügt.

Italien, Frankreich, England: Der Ausbau geht weiter

Miniatur Wunderland Hamburg

Kehrwieder 2, Block D
20457 Hamburg (Speicherstadt)
Tel. (040) 300 68 00

täglich geöffnet, auch an Feiertagen
weitere Infos auf der Website des Miniatur Wunderlandes

Anreise: mit der Linie U 3 bis Baumwall, von dort sind es etwa 5 Minuten zu Fuß

Auch in den nächsten Jahren soll die Ausstellung weiter wachsen: "Als nächstes kommen Italien, Frankreich, England und Afrika. Wenn es nach mir geht und wir genügend Platz haben, bauen wir noch weit bis nach meiner Rente", so Frederik Braun. Im dritten Stock steht bereits eine Holzkonstruktion, auf der der Abschnitt Italien entsteht. So viel sei verraten: Die Hauptstadt Rom mit dem Petersdom wird dort ebenso zu sehen sein wie die Lagunenstadt Venedig und die bei einem Vulkanausbruch untergegangene Stadt Pompeji.

Ein italienisches Haus im Miniatur Wunderland.

Italien im Miniatur Wunderland

Nordtour

Seit drei Jahren bauen Gerhard Dauscher und seine Modellbauer im Miniatur Wunderland in Hamburg an Bella Italia mit Amalfiküste, Südtirol und Rom.

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Reservierung erspart langes Warten

Da der Andrang meist relativ groß ist und es regelmäßig zu Wartezeiten kommt, empfiehlt es sich, die Eintrittskarten über das Internet zu reservieren. Besucher erhalten dann ein Datum und eine Ankunftszeit und können ohne vorheriges Warten in die Ausstellung. Wer ohne Reservierung kommt, sollte es gleich morgens oder am Abend versuchen. Dann sind die Wartezeiten meist kürzer. Im Sommer ist die Ausstellung außerdem bei Sonnenschein deutlich leerer als bei Regenwetter.

Das Miniatur Wunderland in Zahlen

Modellfläche: 1.300 Quadratmeter
Abschnitte: 8
Züge: 930
Autos: 8.850
Flugzeuge: 55
Lichter: 335.000
Figuren: 230.000
Bäume: 120.000
Arbeitsstunden: 580.000
Baukosten: 14 Millionen
Mitarbeiter: 300
Teuerster Abschnitt: Knuffingen Airport (3,5 Millionen)
Größter Abschnitt: Skandinavien ( 300 Quadratmeter)
Höchster Berg: Matterhorn (ca. 6 Meter)
Größtes Meer: Nordostsee im Skandinavien-Abschnitt (mit 30.000 Litern Wasser)

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Dieses Thema im Programm:

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