Stand: 13.07.2017 11:13 Uhr

Schleswig: Stadt der Kunstschätze

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Vom Turm des Schleswiger Doms haben Besucher einen tollen Blick auf die Stadt.

Von Wikinger-Häusern und Moorleichen über mittelalterliche Kunstwerke bis zu einem stattlichen Dom reicht die vielfältige Palette von historischen Schätzen in Schleswig. Die kleine Stadt an der Schlei, einer etwa 40 Kilometer langen Förde, ist zu einem kulturellen Zentrum im hohen Norden Deutschlands geworden. Ein Besuch lohnt sich sowohl für Kunst- und Naturfreunde als auch für Familien. Wer sich für Wassersport interessiert, findet auf der Schlei beste Bedingungen.

Kapitän Wolf Mehl schaut aus dem Fenster seiner Barkasse "Atlas".

Der Schlei-Kapitän

Nordtour -

Kapitän Wolf Mehl sucht einen Nachfolger für seine Barkasse "Atlas", mit der er von Schleswig aus Rundfahrten auf der Schlei unternimmt. Doch das scheint nicht ganz einfach zu sein.

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Rund um den Dom

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Berühmtes Kunstwerk im Schleswiger Dom: der Brüggemann-Altar.

Zu einem Spaziergang lädt die malerische Altstadt Schleswigs samt Rathaus und Rathausmarkt ein, deren historisches Bild weitgehend erhalten geblieben ist. Eines der Wahrzeichen der Stadt ist St. Petri, der Schleswiger Dom, der erstmals 1134 urkundliche Erwähnung fand. Ursprünglich als romanische Basilika angelegt, erfolgte im 13. Jahrhundert der Umbau zur gotischen Hallenkirche. Ihr 112 Meter hoher Turm hingegen wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil erbaut. Im Dom ist der 1521 fertiggestellte Bordesholmer Altar von Hans Brüggemann zu sehen, der als Meisterwerk der Schnitzkunst gilt.

Mittelalterliche Klosteranlage

Im Osten der Stadt liegt das St. Johannis Kloster. Das über 800 Jahre alte ehemalige Benediktinerinnenkloster gilt als besterhaltene, mittelalterliche Klosteranlage Schleswig-Holsteins. Teil der Anlage ist der historische "Bibelgarten", in dem Bäume, Nutz- und Zierpflanzen wachsen, die in der Bibel erwähnt werden.

Kulturelles Zentrum der Stadt: Schloss Gottorf

Weitere Informationen

Gottorf: Ein Schloss und zwei Museen

Das Gebäude ist ein Stück Zeitgeschichte. Hinter den Mauern von Schloss Gottorf verbergen sich Bilder großer Expressionisten, Moorleichen und das jahrhundertealte Nydamboot. mehr

1544 wurde Schleswig Residenzstadt der Gottorfer Herzöge und damit politisches und kulturelles Zentrum des Fürstentums Schleswig-Holstein-Gottorf. Das Barockschloss Gottorf liegt ganz idyllisch auf einer Insel in der Schlei. Heute beherbergt das Gebäude, das auf den Resten der ehemaligen Bischofsresidenz erbaut wurde, die Landesmuseen für Kunst und Kulturgeschichte sowie für Archäologie. Berühmteste Ausstellungsstücke sind Moorleichen - hauptsächlich aus der nordeuropäischen Eisenzeit - und das Nydamboot, das mit fast 1.700 Jahren älteste erhaltene und seetüchtige Ruderboot Nordeuropas.

Hochhaus als Aussichtsturm

Eine herrliche Aussicht über die Stadt und die Schlei bietet der 90 Meter hohe, südlich des Schlosses gelegene Wikingturm, ein Hochhaus aus den 70er-Jahren. Im obersten Geschoss des 27-stöckigen Baus befindet sich ein Restaurant.

Idyllische Fischersiedlung Holm

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In der Fischersiedlung Holm gruppieren sich hübsche kleine Häuser um den Friedhof.

Sehenswert ist auch die Fischersiedlung im Stadtteil Holm. Ihre aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammenden historischen Häuschen liegen teilweise direkt an der Schlei und gruppieren sich um einen kleinen Friedhof mit eigener Kapelle. Die erstmalige Bebauung des idyllischen Viertels geht sogar bis auf das 12. Jahrhundert zurück. An einigen der Häuser finden sich noch die sogenannten Klöndören, zweigeteilte Plaudertüren, deren obere Hälfte sich zum "Schnacken" mit dem Nachbarn öffnen lässt. Die Geschichte der Siedlung zeigt das kleine Holm-Museum.

Haithabu: Das Leben der Wikinger

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Auf dem Außengelände des Museum können Besucher sieben rekonstruierte Wikingerhäuser und den Befestigungswall erkunden.

Einen Blick zurück in die Eisenzeit können die Besucher von Haithabu werfen. Von der am Haddebyer Noor (Dänisch Nor für Bucht/Haff) gegenüber von Schleswig gelegenen Siedlung selbst ist lediglich der ringförmige Befestigungswall zu sehen. Doch das angrenzende Wikinger-Museum zeigt anhand von jahrtausendealten Fundstücken, Rekonstruktionen, Modellen und Texten, wie das Leben der Wikinger wahrscheinlich ausgesehen hat.

Danewerk: Größtes Denkmal im Norden

Geschichte

Haithabu: Stadt der Wikinger

Die Siedlung an der Schlei war in ihrer Blütezeit im 10. Jahrhundert das größte Handelszentrum Nordeuropas. Die Wikinger lebten hier als Handwerker und Kaufleute. mehr

An den Wallring Haithabus schließt die früh- bis hochmittelalterliche Befestigungsanlage namens Danewerk an. Sie wurde zwischen 650 und 1200 n. Chr. errichtet und hat sich auf einer Länge von 30 Kilometern zwischen Treene und Schlei erstreckt. Bis zu 80 Prozent der von Dänen gegen Sachsen und slawische Stämme errichteten Verteidigungsanlage sind noch erhalten. Das Danewerk gilt als das größte archäologische Denkmal Nordeuropas.

Länderübergreifend haben Island, Dänemark, Schweden und Deutschland bei der UNESCO den Antrag gestellt, Stätten der Wikingerkultur, darunter Haithabu und das Danewerk zum Weltkulturerebe zu erklären. Eine Entscheidung wird für den Sommer 2018 erwartet.

1.200 Jahre Stadtgeschichte

Von Haithabu hatte Schleswig im Mittelalter die Rolle eines überregional bedeutenden Handelsplatzes übernommen. Der Name der mehr als 1.200 Jahre alten Stadt stammt aus dem Dänischen und bedeutet so viel wie "Bucht an der Schlei". Im Laufe der Jahrhunderte eroberten und besiedelten Schweden, Dänen und Franken die Region.

Reiche Klostertradition

Mitte des zehnten Jahrhunderts wurde Schleswig zum Bischofssitz. Zahlreiche Klöster und Kirchen prägten bis zur Reformation vor 500 Jahren das Stadtbild. Als Handelsmetropole verlor die Stadt ihren überregionalen Einfluss allerdings bereits im 14. Jahrhundert an Lübeck. Die verbliebene regionale Vormachtstellung übernahm später Flensburg. Diverse Herzöge hatten in den folgenden Jahrhunderten ihren Sitz in der Stadt. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 wurde Schleswig Teil Preußens.

Karte: Sehenswertes in und um Schleswig
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Mit Muskelkraft auf Kurs Schlei

HeringsTörn, LandarztTörn oder ReetdachTörn: Auf 15 Tagestouren können Radfahrer die landschaftlich reizvolle Schlei-Region zwischen Schleswig und Kappeln erkunden. mehr

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 13.05.2017 | 18:00 Uhr

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