Stand: 15.01.2018 09:56 Uhr

Schleswig-Holstein droht künftig noch mehr Regen

Statt mehr Sonne und Wärme beschert der Klimawandel Schleswig-Holstein nach Einschätzung von Experten kräftige und anhaltende Niederschläge. Diese würden in den kommenden Jahren noch zunehmen, sagte Klimaexperte Tobias Bayr vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel am Sonntagabend in der Sendung "Zur Sache" auf NDR 1 Welle Nord. Erst vor wenigen Tagen hatte das Tiefdruckgebiet "Burglind" mit kräftigen Regenfällen weite Teile Schleswig-Holsteins unter Wasser gesetzt.

Tobias Bayr, Bianca Boss und Matthias Reimers sitzen vor Mikrophonen im Radiostudio. © NDR Fotograf: Christian Wolf

Zur Sache: Der Klimawandel und das Wasser

NDR 1 Welle Nord - Zur Sache -

Der Klimawandel beschert Schleswig-Holstein kräftige und anhaltende Niederschläge. Umweltminister Robert Habeck fordert: Landwirtschaft, Ökologie und Politik müssen enger zusammen arbeiten.

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Auswirkungen des Regens regional unterschiedlich

Im vergangenen Jahr fielen landesweit im Durchschnitt fast 1.000 Liter Regen pro Quadratmeter - ein neuer Höchststand. Bereits vor zehn Jahren hat sich der Deich und Hauptsielverband Dithmarschen mit dem Projekt "Niederung 2050" auf die Zunahme der Niederschläge vorbereitet. Dass die Veränderungen jetzt schon so stark seien, hätte man damals nicht gedacht, sagte Verbands-Geschäftsführer Matthias Reimers in der Sendung. Eine Situation wie im vergangenen Jahr habe es zuvor nie gegeben.

Im Sinne des Klimaschutzes hat die Experten-Runde in der Sendung "Zur Sache" dazu aufgerufen, dass möglichste jeder einzelne versuchen sollte, so wenig Co2 wie möglich zu verursachen. Konkret heißt das, beispielsweise weniger Fleisch zu essen oder gelegentlich auf das Auto zu verzichten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Zur Sache | 14.01.2018 | 18:05 Uhr

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Jeden Sonntag diskutieren Experten in der Sendung "Zur Sache" von 18 bis 20 Uhr über das Thema der Woche. Auch die Meinungen und Fragen der Hörerinnen und Hörer sind gefragt. mehr

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