Stand: 16.09.2019 21:50 Uhr

Platt-Slam: Von Worten, Gedanken und Gefühlen

Den großen Kupolofen im Rücken, einen riesigen goldenen Schädel über dem Kopf und Industriestahl überall, wohin es den Blick führt - die Kulisse für den Poetry Slam op Platt im Büdelsdorfer Kunstwerk Carlshütte beeindruckt jedes Mal aufs Neue. Wieder durfte NDR 1 Welle Nord zur plattdeutschen Dichterschlacht auf die NordArt einladen. NDR Reporterin Iris Barber und Slammeister Björn Högsdal begrüßten und führten durch den Abend.

Poetry-Slammerin Anni Greve trägt beim plattdeutschen Wettstreit in Büdelsdorf vor.

Dichterwettkampf op Platt in Büdelsdorf

Schleswig-Holstein Magazin -

Im Büdelsdorfer Kunstwerk Carlshütte auf der NordArt hatte NDR 1 Welle Nord wieder zum Poetry Slam op Platt geladen. Mit dabei war auch Wortakrobatin Anni Greve aus Kiel.

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Slamprofis und Neulinge auf der Bühne

Auf der Bühne standen altbekannte, aber auch neue Poeten. Die mehrfache Poetry Slam Siegerin und angehende Zahnärztin Anni Greve aus Kiel war dabei, aus Niedersachsen trat die studierte Dramaturgin Gesche Gloystein an, Siegerin des NDR 1 Welle Nord Nachwuchsslams 2018. Auch die "Hör mal 'n beten to"-Autoren Heiko Kroll aus Dithmarschen und Achim Kußmann, der auch als Impro-Schauspieler Bühnenerfahrung hat, stiegen in den Ring. Als neue Gesichter wagten sich NDR Reporter Nikolai Hotsch aus Wiemerstedt und Armin Sengbusch auf die Bühne. Der bekannte Hamburger Schauspieler, Fotograf und Poet Sengbusch hat schon mehrfache Slam-Titel, er zeigte zum ersten Mal seine plattdeutsche Seite.

Poetry Slam: Mal lustig, mal tiefgründig

"Alles, was Worte, Gedanken und Gefühle können"

Es sind sehr unterschiedliche Texte, denen das Publikum gelauscht hat - mal war es etwas zum Lachen, mal etwas zum Nachdenken. Genau das macht den Zauber des kreativen Wettstreits aus. "Poetry Slam ist alles, was Worte, Gedanken und Gefühle können", sagte Gastgeber Björn Högsdal, der in der Slammerszene ein gutbekanntes Gesicht ist. Die Poeten folgten dem Leitsatz, erzählten von argwöhnischem Kreuzverhör der Großeltern bei Kaffee und Kuchen, der Liebe zum Suppengrün oder gaben Einblick in Vaterfreuden am Wickeltisch. Abgestimmt hat das Publikum - wie es bei Poetry Slam üblich ist - mit seinem Applaus. Dabei ist alles erlaubt, was Geräusche macht, wie Högsdal im Scherz sagt: "Auch das Schlagen auf den Kopf des Vordermanns - das finden meist die in der letzten Reihe gut, die in der ersten nicht so."

Doppelsieg auf der Carlshütter Platt-Poetry-Bühne

Nach einem spannenden Halbfinale konnten sich die beiden Autorinnen Gesche Gloystein und Anni Greve im k.o.-Verfahren beweisen. Im Finale ging es um Gendermarketing und den Umgang mit Wasser. Das Publikum klatschte sich die Hände wund, und auch nach einer Extra-Runde Applaus konnten die Gastgeber Barber und Högsdal keinen Unterschied in der Intensität feststellen: Gesche Gloystein und Anni Greve gingen als Doppelsiegerinnen von der Bühne.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Von Binnenland und Waterkant | 13.09.2019 | 20:00 Uhr

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