Wie geht das? Das ganze Jahr Schnee in Wittenburg

Freitag, 10. Dezember 2021, 15:00 bis 15:30 Uhr

Schon von der Autobahn kann man sie sehen. Mit fast 75 Metern Höhe überragt die Skihalle des Alpincenters in Wittenburg so ziemlich alles in der Stadt. Das Alpincenter ist Europas größter Indoor Schnee- und Freizeitpark. Schnee das ganze Jahr - wie geht das?

Skiliftwartung, Notstromaggregate, Schnee mit dem Pistenbully verteilen und Strecken präparieren: Das passiert fast alles nachts oder ganz früh morgens. Hinter den Kulissen hat das Team eine Menge Arbeit, um die künstliche Schneelandschaft zu erhalten. Arbeiten, von denen der normale Skihallenbesucher nichts mitbekommt. © NDR/Udo Tanske
Skiliftwartung, Notstromaggregate, Strecken präparieren: Hinter den Kulissen hat das Team eine Menge Arbeit.

In Wittenburg liegt 365 Tage im Jahr Schnee - 70 Zentimeter bei konstanten minus zwölf Grad. Für den Skispaß unabhängig von der Außentemperatur ist ein ziemlicher Aufwand nötig. Die Schneelandschaft in der Halle ist 30.000 Quadratmeter groß. Damit die nicht schmilzt, muss die komplette Fläche gekühlt werden. Die Kältemaschinen funktionieren wie ein riesiger Kühlschrank - kühlen den Boden und versorgen die Schneekanonen mit Kälte.

Solarstrom deckt die Hälfte des Energiebedarfs

Für den Unterhalt der Halle fallen jeden Monat gut 100.000 Euro Energiekosten an. Gut ein Drittel davon wird durch die Solaranlage auf dem 42.000 Quadratmeter großen Dach aufgefangen. Im Sommer ist normalerweise nicht viel los auf den Indoor-Pisten. Aber man kann bei so einer Halle nicht einfach den Stecker ziehen und sie wie einen Kühlschrank abtauen lassen. Die Halle im Herbst wieder hochzufahren und den ganzen Schnee neu zu produzieren, wäre teurer, als sie den ganzen Sommer durchlaufen zu lassen.

Im Sommer trainieren Profis

Deshalb wird im Sommer die Piste speziell präpariert - viel schneller. Dann kommen nämlich Profiteams des Skirennsports aus der ganzen Welt nach Wittenburg, um hier zu trainieren. Den Sommer nutzt auch die Wittenberger Feuerwehr. Gemeinsam mit Spezialisten von der Bergwacht aus Thüringen trainieren sie die Bergung von Personen aus dem Skilift. Immerhin müssen die Kameraden im Notfall zur Stelle sein und dann nicht lange überlegen, wie sie die Menschen am besten aus den Sesseln holen.

Skiliftwartung, Notstromaggregate, Schnee mit dem Pistenbully verteilen und Strecken präparieren - das passiert fast alles nachts oder ganz früh morgens. Hinter den Kulissen hat das Team eine Menge Arbeit, um die künstliche Schneelandschaft zu erhalten - Arbeiten, von denen der normale Skihallenbesucher nichts mitbekommt.

Ratgeber Reise
Blick in die Skihalle des Alpincenter Wittenburg © alpincenter Hamburg-Wittenburg

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Autor/in
Udo Tanske
Redaktion
Birgit Müller
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke

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