Wie geht das?

Bäume in Töpfen

Mittwoch, 26. Juni 2019, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 28. Juni 2019, 11:30 bis 12:00 Uhr

Container mit Schutzfolien © NDR/Jung & Rathjen

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Baumschulen haben im Kreis Pinneberg seit mehr als 200 Jahren Tradition. Inzwischen werden in rund 290 Betrieben Gehölzpflanzen für Alleen, Wälder, Gärten oder Parks aufgepäppelt.

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Baumschulbesitzer Dirk Clasen zieht Bäume in Töpfen auf.

Die Baumschule Clasen & Co. zog bis in die 1970er-Jahre, wie alle anderen auch, ihre Bäume auf dem Acker groß. Es gab jedoch immer wieder Ausfälle beim Pflanzen, zu viele gingen in den mit Torf vorbereiteten Pflanzgruben ein und mussten aufwendig ersetzt werden. Dann hörte der Großvater von Dirk Clasen von Baumschulen, die ihre Gehölze in überdimensionierten "Blumentöpfen", sogenannten Containern, zogen. Diese wuchsen wesentlich erfolgreicher an.

Container für Bäume und Gehölze

Heute zieht der moderne Baumschulbetrieb in Rellingen auf 40 Hektar Fläche 750.000 Bäume und andere Gehölze ausschließlich in Containern. Dafür entwickelte die Firma Clasen ein eigenes Substrat aus gebrochenen Ziegelsteinen, vulkanischem Bimsstein, Blähton und Kompost aus eigener Produktion. So wachsen die Bäume später auch an extrem feuchten oder trockenen Standorten gut an. Weitere Vorteile gegenüber Ballenware: Topfbäume können nahezu ganzjährig gepflanzt werden und sind aufgrund ihres geringeren Gewichtes leichter handhabbar.

Bevor aus einem Steckling ein verkaufsfertiger Baum geworden ist, vergehen jedoch fünf bis sieben Jahre. In dieser Zeit muss ein Baum drei bis vier Mal in einen größeren Container "umziehen".

Die Reportage zeigt, wie sich Bäume in Töpfen ziehen lassen, warum man ein spezielles Substrat benötigt, auf welche Weise sie mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden, wie Bäume umgetopft, gepflegt, transportiert und letztendlich beim Kunden wieder gepflanzt werden.

Redaktion
Christian Pipke
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Autor/in
Hilmar Rathjen
Ute Jung
Leitung der Sendung
Norbert Lorentzen