Weltbilder

Dienstag, 19. November 2019, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 21. November 2019, 01:45 bis 02:15 Uhr

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Israel/Gaza: Hilfe für krebskranke Kinder

Der 13-jährige Mahmoud aus dem Gaza-Streifen ein talentierter Fußballspieler. Außerdem begeistert er bei Familienfeiern als Alleinunterhalter und Sänger. Aber dann bekommt er immer häufiger extreme Schmerzen im Bein. Schließlich die Diagnose: Knochenkrebs. Dr. Thabit Kahlid, Chef der Onkologie im Rantisi-Krankenhaus von Gaza-City, weiß sofort, dass er Mahmoud in Gaza nicht richtig behandeln kann. Die regelmäßige Versorgung mit Medikamenten ist zu unsicher. Dabei steht Mahmouds Schicksal exemplarisch für das Tausender schwerkranker Menschen, seit in Gaza die islamische Hamas herrscht. Israel und Ägypten haben den Küstenstreifen von der Außenwelt abgeriegelt. Mahmouds einzige Chance: eine Ausreisegenehmigung zur Behandlung außerhalb von Gaza.
Autorin: Susanne Glass

Brasilien: Norddeutsche fördern talentierte Jugendliche

Die Violine ist sein Ein und Alles: Täglich übt Luiz da Silva - seit er ein Stipendium aus Deutschland erhalten hat. Seine Familie hätte ihm niemals Musikunterricht finanzieren können. Luiz lebt in einfachen Verhältnissen. Seine Mutter ist Putzfrau. Mit Mühe und Not kommt die sechsköpfige Familie über die Runden. Luiz könnte jetzt der erste Akademiker werden. Er ist sehr dankbar für diese Chance: "Dieses Stipendium aus Deutschland hat mein gesamtes Leben umgekrempelt. Ich wäre sonst nicht an einer guten privaten Schule, sondern an einer öffentlichen und müsste wohl halbtags irgendwo arbeiten." Burkhard Awe, ein Augenarzt aus Norddeutschland, fördert talentierte Jugendliche in Brasilien, die aus armen Verhältnissen kommen, aber überdurchschnittliche Leistungen erbringen. So wie Luiz. Awe und andere Privatleute aus Wilhelmshaven zahlen die Schulgebühren und Deutschkurse.
Autor: Matthias Ebert

Österreich: Alpenregion versinkt im Schnee

Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage ist die Lage im Süden Österreichs und in Südtirol weiter angespannt. Die Behörden warnen vor Lawinen, Maßnahmen zum Hochwasserschutz sind angelaufen. Viele Straßen sind noch gesperrt, mehrere Gebäude wurden evakuiert. Die Bevölkerung ist aufgerufen, die Häuser nicht zu verlassen.
Autor: Philipp Abresch

Türkei: Kurdische Bürgermeister in Haft

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Quiz

Quiz: Was wissen Sie über die Türkei?

Sie kennen sich aus mit Themen rund um die Türkei? Testen Sie Ihr Wissen! Mit etwas Glück gewinnen Sie Überraschungs-Souvenirs unserer Korrespondenten. Quiz

Die türkische Regierung geht immer schärfer gegen kurdische Politiker der Partei HDP vor. Mehrere gewählte Bürgermeister wurden in den türkischen Kurdengebieten in Haft genommen. Die abgesetzten Politiker ersetzte das Innenministerium durch örtliche Gouverneure, somit stehen die Kommunen jetzt unter der Zwangsverwaltung der Türkei. Präsident Recep Tayyip Erdogan und seine Regierung werfen der HDP vor, Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zu unterhalten. Die HDP stellt in vielen Orten des überwiegend kurdischen Südostens die Bürgermeister.
Autor: Oliver Meyer-Rüth

Italien: Verkaufsschlager Diktatorenwein

Andrea Lunardelli betreibt einen Weinhandel. Seine Spezialität sind nicht edle Tropfen, sondern schreiende Etiketten auf den Flaschen. In seinem Sortiment gibt es Flaschen mit Bildern von Che Guevara, Trotzki, Lenin oder der österreichischen Kaiserin Sissi, vor allem aber von Hitler und Mussolini. Guten Absatz erzielen hauptsächlich die Flaschen mit Hitler-Konterfei und Nazi-Sprüchen. Lunardellis Laden brummt. Den Kunden sei die Qualität des Weines egal, sagt er. Allein das Etikett sei wichtig. Was in Deutschland strafbar ist, ist rechtlich in Italien kein Problem. Besorgniserregend ist es trotzdem, denn: Die meisten seiner Kunden, die Flaschen der Nazi-Größen kaufen, sind Deutsche.
Autorin: Ellen Trapp

Hongkong: Wie geht es weiter?

Der Grundsatz "ein Land, zwei System", der seit der Rückgabe der früheren britischen Kronkolonie 1997 an China in Hongkong gilt, gerät immer mehr ins Wanken. Seit Wochen demonstrieren vor allem Schüler und Studenten für den Erhalt der Demokratie und der Meinungsfreiheit. Jüngster Höhepunkt der Proteste war die Belagerung der Polytechnischen Universität der Stadt. Am Montag hatte das Oberste Gericht der Stadt das Anfang Oktober verhängte Vermummungsverbot als verfassungswidrig verworfen. Doch der chinesische Volkskongress beansprucht nun die alleinige Hoheit über Hongkongs Verfassung. Die Äußerungen aus Peking dürften kaum zur Deeskalation in der Stadt beitragen. Hinsichtlich der belagerten Polytechnischen Universität zeichnet sich indes eine leichte Entspannung ab. Rund 600 Demonstranten verließen die von der Polizei eingekesselte Hochschule. 400 von ihnen seien festgenommen worden, hieß es laut Polizeiquellen, wie örtliche Medien berichteten. Rund 200 seien unter 18 Jahre alt und daher nicht in Gewahrsam genommen worden. Sie müssten jedoch mit einer späteren Strafanzeige rechnen. 
Autorin: Tamary Anthony

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