Weltbilder

Dienstag, 19. Februar 2019, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 21. Februar 2019, 01:45 bis 02:15 Uhr

Inka Schneider moderiert Weltbilder.

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Tschechien: Sinnvolle Verteilung von Lebensmitteln

Einmal in der Woche öffnet Stanislav Sadilek seine Garage für Bedürftige und verteilt Lebensmittel meist an Rentner und alleinerziehende Mütter. Es gibt Pizza vom Discounter. Das Haltbarkeitsdatum ist fast abgelaufen, früher wären diese Lebensmittel weggeworfen worden. Jetzt sind die Supermärkte per Gesetz verpflichtet, die Produkte an Hilfsorganisationen abzugeben. Marta Frankova freut sich. Sie wird ihre Enkel abends zum Pizzaessen einladen.
Autor: Danko Handrick

Indien: Vergewaltigungsvorwurf gegen Bischof

Eine Nonne im südindischen Kerala erhebt schwere Vorwürfe gegen einen katholischen Bischof: Er habe sie mehrfach zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Der Bischof wurde zwischenzeitlich verhaftet und befindet sich wieder auf freiem Fuß. Andere Nonnen, die sich mit ihrer Mitschwester solidarisiert hatten, beklagen nun, dass sie von der Kirche strafversetzt worden seien.
Autorin: Sibylle Licht

Russland: Waisenhaus für HIV-positive Kinder

Im Waisenhaus "Aquarell" leben HIV-positive und -negative Kinder wie selbstverständlich miteinander. Doch bei der Gründung war das alles andere als selbstverständlich, erklärt Heimleiterin Marina Uschakowa: "Als wir vor elf Jahren dieses Heim eröffneten, lebten HIV-positive Kinder zuerst getrennt. Mit abwischbaren Sofas, mit Boden ohne Teppich. Das Geschirr wurde in großen Behältern mit reichlich Desinfektionsmittel eingeweicht. Es war sehr schwer, eine tolerante Umgebung für sie zu schaffen. Wir haben sechs Jahre gebraucht, bevor alle Mitarbeiter diese Kinder akzeptiert und respektiert haben." Sie alle wachsen ohne Eltern auf, in diesem einzigartigen Kinderheim in der russischen Großstadt Tscheljabinsk. Alle wissen, dass HIV-Positive im Alltag keine Ansteckungsgefahr für ihre Umgebung darstellen. So macht es hier keinen Unterschied mehr, wer infiziert ist und wer nicht, alle toben und lernen gemeinsam.
Autor: Juri Rescheto

Peru: Zwangssterilisation indigener Frauen

Feuer Entfachen - so beginnt jeder Tag für Rute Zuñiga. Während die 48-Jährige das Frühstück für ihre Familie macht, schmerzen ihre Knie, die Hüfte und der Rücken, seit 20 Jahren schon, seit sie - gegen ihren Willen - sterilisiert wurde: "Sie fesselten meine Arme ans Bett. Und auch meine Beine. Sie pressten meinen Kopf auf die Matratze und gaben mir die vorbereitete Betäubung per Infusion. Während sie auf mich einredeten, verlor ich etwas das Bewusstsein, aber nicht ganz. So spürte ich, wie sie nach der OP meine Wunde zunähten. Das tat sehr weh." In den 90er-Jahren war das gängige Praxis in den Anden Perus. Bis zu 300.000 indigene Frauen wurden damals zwangssterilisiert, nach Anordnung des damaligen Präsidenten Alberto Fujimori. Offiziell als Armutsbekämpfung gedacht ist längst klar, dass die Motive zutiefst rassistisch waren, weil sie sich gegen die indigene Minderheit richteten. Jetzt wächst der Protest, weil das Unrecht bis heute nicht aufgearbeitet wurde.
Autor: Matthias Ebert

Ghana: Kinderstar mit sozialem Engagement

Sie ist erst elf Jahre alt und in Ghana schon ein Star: DJ Switch - so nennt sich Erica Tandoh - wenn sie auf der Bühne steht. Vor zwei Jahren hat die Schülerin an einem Talentwettbewerb im ghanaischen Fernsehen teilgenommen. Seitdem geht ihre Karriere steil nach oben. Sie gewann den nationalen DJ Award, spielte sogar schon einmal in New York. Von ihrem unerwarteten Ruhm als Künstlerin sollen jetzt auch andere profitieren. DJ Switch hat eine Stiftung für Waisenkinder gegründet.
Autorin: Caroline Hoffmann


 

Redaktionsleiter/in
Clas Oliver Richter
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Tobias Jahn
Redaktion
Nicole Bölhoff
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