Sendedatum: 11.09.2017 19:30 Uhr

Dorfgeschichte: Oesterwurth

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Eigentlich bestand der Ort mal aus drei eigenständigen Teilen.

Wenn der eine Oesterwurther zum andern Oesterwurther will, kann es durchaus sein, dass er ein paar Kilometer Strecke vor sich hat. Die Gemeinde besteht nämlich aus drei Teilen, die weit auseinander liegen. Ursprünglich waren diese drei Teile, Haferwisch-Poppenwurth, Jarrenwisch-Hödienwisch und Wehren-Oken, eigenständig - vor 40 Jahren wurden sie zu Oesterwurth zusammengelegt. "Oester", weil die Fläche oestlich im Kirchspiel Wesselburen liegt, und "Wurth", weil es in der Gemeinde ein paar Wurten gab und gibt, also aufgeschüttete Siedlungshügel.

Bäume und Häuser in einem ehemaligen Freizeitpark

Dorfgeschichte: Oesterwurth

Schleswig-Holstein Magazin -

Einen Bäcker hat Oesterwurth nicht - aber immerhin eine Bahnhaltestelle. Bis vor fünf Jahren stand dort auch ein Freizeitpark. Davon ist aber heute nichts mehr zu sehen.

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Streit um Windkraft

Besonders auffällig in diesem Gebiet sind die vielen Windräder. 25 stehen allein in der Gemeinde - und die sorgten lange für Streit im Ort. Die einen sind für Windenergie, profitieren gegebenenfalls auch finanziell davon, weil sie ihre Flächen an die Betreiber verpachten. Andere sind strikt dagegen, weil sie der Meinung sind, dass es zu viele Anlagen gibt, die zu dicht an den Häusern stehen und den Wert ihrer Immobilie deshalb mindern.

Erdbeeren statt Kohl

Normalerweise erwartet man in Dithmarschen Felder voller Kohl. Bei Frank und Klaus Thiedemann kann man den lange suchen. Die "Beeren-Brüder" bauen nämlich Erdbeeren, Brombeeren und Himbeeren an. Dass sie "bekloppt" seien, habe man ihnen am Anfang gesagt: In der Marsch bei Wind und Regen Beeren anbauen, das könne ja nicht funktionieren. Aber die Brüder wollten eben mal was anderes ausprobieren auf dem Hof ihrer Eltern, die ursprünglich Getreideflächen hatten. Und offenbar geht der Plan auf: Seit drei Jahren verkaufen sie Bio-Beeren ab Hof und im Handel.

Urlaub in Dithmarschen

Carsten Rolfs nutzt seine Fläche erst mal überwiegend, um sie zu mähen. Er hat vor fünf Jahren sieben Hektar Land gekauft - das Land, auf dem früher der Erlebnispark "Land und Leute" war. Einen Raum für Feiern gibt es noch, den vermietet er hin und wieder. Ansonsten, sagt er, hat er erst mal keine Pläne mit der Fläche. Doch: Genießen. Andere machten Urlaub im Ausland, er erfreue sich eben an der Natur hier.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 11.09.2017 | 19:30 Uhr

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