Schleswig-Holstein Magazin

Dienstag, 13. August 2019, 19:30 bis 20:00 Uhr
Mittwoch, 14. August 2019, 03:45 bis 04:15 Uhr
Mittwoch, 14. August 2019, 10:00 bis 10:30 Uhr

Das ist die Geschichte eines Mannes, der einer der bekanntesten und gefährlichsten Extremisten Deutschlands war: Philip Schlaffer war Chef eines "Outlaw-Motorradclubs", einer rechtsextremen Kameradschaft und einer der erfolgreichsten Händler von verbotener, rechtsextremer Musik. Einst ein Vorzeigekind einer Akademikerfamilie wurde Schlaffer zum Gewalttäter, Drogenhändler und Zuhälter. Negativer Höhepunkt seiner kriminellen Karriere ist ein Mord, den mehrere seiner "Untergebenen" begehen. Mehr als 30 Hausdurchsuchungen finden in den knapp 20 Jahren bei ihm statt, zweimal versucht der Verfassungsschutz ihn als V-Mann zu werben. Der Fahndungsdruck ist es am Ende, der ihn bewogen hat, in ein neues Leben einzusteigen und der Kriminalität den Rücken zu kehren. Heute arbeitet Schlaffer in der Prävention mit Jugendlichen und versucht ihnen zu helfen, den unglaublichen Hass, den auch er jeden Tag gespürt hat, in den Griff zu bekommen. NDR Reporter Carsten Janz erzählt seine Geschichte.

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Philip Schlaffer: Vom Rockerboss zum Antigewalttrainer

Philip Schlaffer war Drogenhändler, Rockerboss und einer der gefährlichsten Rechtsextremisten Deutschlands. Er löste sich von der Szene. Heute arbeitet er präventiv mit auffälligen Jugendlichen. mehr

Friedhöfe brauchen neue Konzepte für pflegearme Gräber

Welke Blumen, wuchernde Büsche, abgesackte Grabsteine: Viele Angehörige haben einfach nicht die notwendige Zeit, sich ausgiebig um die Gräber ihrer Verstorbenen zu kümmern oder wohnen so weit weg, dass sie es nicht schaffen, regelmäßig vorbeizukommen. Die Alternative wäre ein anonymes Urnengrab. Das kostet weniger und man muss es nicht pflegen. Nur wollen das die wenigsten. Ein weiteres Problem: Durch sinkende Einnahmen und anspruchsvollere Kunden steigt die Herausforderung für die Friedhöfe. Ein neues Konzept muss her. In Halstenbek (Kreis Pinneberg) beispielsweise wurde jetzt ein "Baumgarten" eröffnet - mit Doppelurnengräbern. Der Vorteil: Eine Pflege der Gräber durch Angehörige ist nicht nötig, alle anfallenden Arbeiten werden durch das Friedhofspersonal ausgeführt. Ob dieses Konzept auch für andere Kommunen interessant sein könnte? Reporterin Hannah Bird hat nachgefragt.

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Pflegefreie Gräber auf Friedhöfen gefragt wie nie

Die Zeiten der klassischen Gräber sind offenbar vorbei. Die Friedhöfe im Land bieten neue und alternative Bestattungsmöglichkeiten - wie zum Beispiel Urnen-Beisetzungen auf Blumenwiesen. mehr

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Gabi Lüeße

Gabi Lüeße liebt die Abwechslung als Moderatorin und freut sich immer, wenn Kühe in der Nähe sind. mehr

Henrik Hanses

Eigentlich wollte Henrik Hanses Lehrer für Sport und Deutsch werden. Doch dann hielt er das erste Mal ein Mikro in der Hand und wusste: Das ist viel besser. mehr

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