Schleswig-Holstein Magazin

u. a. Aktuelle Entwicklungen zum Coronavirus: Diskussion um Absage von Sportveranstaltungen

Montag, 09. März 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Dienstag, 10. März 2020, 03:45 bis 04:15 Uhr
Dienstag, 10. März 2020, 10:00 bis 10:30 Uhr

Das Coronavirus hat unser Land fest im Griff. Jeden Tag steigt die Zahl der Patienten - laut Robert Koch-Institut sind es aktuell 1.112 Infizierte, in Schleswig-Holstein bisher neun bestätigte Fälle. Nun kommt ein Todesfall dazu: Ein Mann aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg ist in Ägypten am Coronavirus gestorben. Klar ist: Das Coronavirus verändert vieles in unserem Alltag. Auf das Händeschütteln wird schon länger verzichtet. Nun empfiehlt das Gesundheitsministerium in Kiel Angehörige oder Freunde, die im Krankenhaus oder Pflegeheim sind, wegen der Infektionsgefahr besser nicht zu besuchen. Eine Möglichkeit, gegen die Ausbreitung des Virus vorzugehen, wird derzeit intensiv geprüft und diskutiert: die Absage von Großveranstaltungen ab 1.000 Besuchern. Messen wurden bereits abgesagt. Nun könnten vor allem die Spiele in der Fußball-Bundesliga betroffen sein. Bei uns im Land denkt die SPD gerade darüber nach, ob sie ihren anstehenden Landesparteitag absagt. Wir berichten, welche Sportveranstaltungen im Fokus stehen und wie die aktuelle Entwicklung aussieht.

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Ein Hand in Schutzhandschuhen hält zwei Laborröhrchen in der Hand. © dpa-Bildfunk Foto: Hans Punz/APA/dpa

Coronavirus: Schleswig-Holsteiner stirbt in Ägypten

Der 59 Jahre alte Deutsche, der im ägyptischen Hurghada nach einer Coronavirus-Infektion am Wochenende gestorben ist, stammt aus Schleswig-Holstein. Der Mann hatte als Feuerwehrmann in Hamburg gearbeitet. mehr

Forschen auch ohne Tierversuche: Wie das IZET-Institut Kontaktlinsen testet

Über 40 Institute aus ganz Deutschland führen aktuell Tierversuche in Schleswig-Holstein durch. Für Putzmittel oder die Verträglichkeit von Kosmetikprodukten müssen Tiere herhalten. Aber auch medizinische Produkte werden an ihnen getestet. Forscher an den Universitäten in Kiel und Lübeck haben im Jahr 2018 an 25.000 Tieren Versuche durchgeführt. Dabei hatte die EU bereits 2012 beschlossen, Tierversuche auf das Nötigste zu beschränken. Deutschland hält sich aber nicht daran. Auch speziell beschichtete Kontaktlinsen werden immer noch an Kaninchen getestet. Test sind wichtig, da rund 3,4 Millionen Deutsche Kontaktlinsen tragen. Linsen mit spezieller Beschichtung können im Auge allergische Reaktionen auslösen. Das IZET-Institut in Itzehoe geht bei der Forschung zur Verträglichkeit von Kontaktlinsen eine anderen Weg - und zwar ganz ohne Versuche an Kaninchen. Wie das funktioniert hat sich NDR Reporter Sven Jachmann angeschaut.

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Ein Auge wird mit einem grünen Laser gescannt. © NDR

Kontaktlinsen: 3D-Drucker statt Tierversuche

Immer noch werden in Deutschland Kontaktlinsen an Tieren getestet. Doch es geht auch anders. Statt mit Kaninchen arbeitet Biochemikerin Dagmar Schneider mit menschlichem Gewebe und einem 3D-Drucker. mehr

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Eigentlich wollte Henrik Hanses Lehrer für Sport und Deutsch werden. Doch dann hielt er das erste Mal ein Mikro in der Hand und wusste: Das ist viel besser. mehr

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