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An Italiens Riviera - Cinque Terre, Portofino, Dolce Vita

Donnerstag, 18. Oktober 2018, 20:15 bis 21:00 Uhr

Es ist eine der spektakulärsten Küsten am Mittelmeer. Fast senkrecht ragt das Gebirgsmassiv in Ligurien aus dem Wasser. An den Steilhängen von Cinque Terre kleben einsam kleine Dörfer mit bunten Häuserfassaden. Nur wenige Buchten weiter lassen sich im trubeligen Portofino die Schönen und Reichen am Yachthafen blicken. An der italienischen Riviera, die von der französischen Küste bis zur Toskana reicht, taucht mareTV ein in das Dolce Vita und den Alltag der Einheimischen, die berühmt sind für ihren Einfallsreichtum. Und für legendäre Feste.

Der Dorfheilige San Fortunato

Einmal im Jahr wird der Dorfheilige San Fortunato in Camogli richtig gefeiert. Und zwar mit Unmengen Fisch, gebraten in einer Riesenpfanne. Diese muss allerdings erst durch die engen Gassen in den kleinen Hafen transportiert werden, dirigiert von Gianni Verdina: Millimeterarbeit für den Polizisten.

Prozession durch den Ort

Nach dem Festmahl folgt die große Prozession. Mehrere meterhohe Kreuze samt Jesus werden durch den Ort geschleppt. Der beschwerliche Weg führt durch Arkaden, steile Treppen hinauf und wieder runter, besonders heikel aber sind die vielen Lichterketten. Gianni Verdina muss höllisch aufpassen, dass sich kein Christus darin verheddert. Sobald es dunkel ist, werden die beiden "falò" abgefackelt. Zehn Meter hohe Holzkonstruktionen, die die Einheimischen in den letzten Wochen am Strand errichten haben.

Altersheim für Seeleute

Das Spektakel beobachtet Comandante Bagioli ganz gemütlich von seiner Dachterrasse aus. In dem kleinen Küstenort steht Italiens einziges Altersheim für Seeleute. Seit der Kapitän in Rente ist, schleppt er bei klarer Sicht sein Teleskop auf das Dach, um wie früher die Sterne zu beobachten.

Fisch und Feste

Fischen im Naturschutzgebiet

Der Fisch für die Riesenpfanne kommt aus dem Naturschutzgebiet von Portofino. Hier dürfen nur die Fischer Camoglis ihre Netze auswerfen und nur unter strenger Aufsicht von Valentina Cappanera. Nach anfänglichem Misstrauen arbeiten die Männer nun sehr gerne mit der Biologin zusammen und nutzen die von ihr eingeführten Netze aus Kokosfasern. Die können die Fischer zum Saisonende einfach auf dem Meeresgrund lassen.

"Nemo´s Garden"

Ein paar Buchten weiter, an den steilen Klippen von Cinqueterre, sitzt der Biobauer Samuele Bonanini auf seinem "trenino", einer Minibahn, die ihm zum besten Freund geworden ist. Sechzehn ligurische Rebsorten baut Samuele an, auf einem Acker mit 45 Grad Gefälle. Nur dank des besonderen Gefährts kann er hier überhaupt arbeiten - und die Ernte und sich selbst vom Meer in die Höhe befördern. Da bewirtschaftbare Flächen an diesem Küstenabschnitt rar sind, haben sich junge Ingenieure aus Noli etwas Besonderes ausgedacht. Sie kultivieren Pflanzen unter Wasser. "Nemo´s Garden" ist ein skurriles Gartenprojekt, welches noch in den Kinderschuhen steckt. Eine erste Portion Basilikum haben sie bereits geerntet und das Pesto daraus auch probiert. Nun hoffen sie, dass sich ihr Einfallsreichtum auszahlt.

Redaktionsleiter/in
Ralf Quibeldey
Produktionsleiter/in
Tim Carlberg
Autor/in
Christina Trebbi

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