DIE REPORTAGE

Wracksuche in der Ostsee

Freitag, 15. Februar 2019, 21:15 bis 21:45 Uhr
Samstag, 16. Februar 2019, 08:30 bis 09:00 Uhr

Ein Beiboot entfernt sich vom Wracksuchschiff "Deneb". © NDR

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Der alte Kutter MS "Potsdam" wird östlich von Rügen vermisst. Über Nacht ist er verschwunden - vermutlich gesunken. Die Wasserschutzpolizei rätselt: Ein Unglück - oder wurde er absichtlich versenkt? Menschen kamen zwar nicht zu Schaden, dennoch gibt es ein Riesenproblem: Niemand weiß, wo das Schiff nun genau ist und ob es eine Gefahr für die Schifffahrt darstellt.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie in Rostock schickt sein Wracksuchschiff, die "Deneb", nach Rügen. Der Auftrag: Das Wrack finden und vermessen. Mithilfe von Echoloten und Sonaren hat die 16-köpfige Crew den Meeresboden fest im Blick. Dessen Bild sieht aus wie eine Ultraschallaufnahme beim Arzt und wird live ausgewertet.

Die Nadel im Heuhaufen

Stundenlang kreuzt das Forschungsschiff im gemeldeten Unglücksgebiet und tastet den sandigen Meeresboden ab. Nachdem das Wrack gefunden ist, werden Berufstaucher hinuntergeschickt, um den alten Kutter zu vermessen. Die genaue Lage und die flachsten Stellen werden in elektronische Seekarten als Hindernis eingetragen. Dann steht fest: Das Wrack liegt neben einer viel befahrenen Fahrrinne und muss dort verschwinden.

Zweieinhalbtausend bekannte Wracks liegen auf dem Grund von Nord- und Ostsee in Deutschland: gesunkene Schiffe, abgestürzte Flugzeuge oder eben auch Container. Jedes Jahr kommen neue hinzu, und immer wieder werden bislang unbekannte Wracks entdeckt. Von den gesunkenen Wracks gehen zum Teil beträchtliche Gefahren aus. Die Reportage begleitet das Bundesamt für Seeschifffahrt bei der Suche nach neuen Wracks sowie bei der Kontrolle bekannter Funde.

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Autor/in
Michael Nieberg
Regie
Michael Nieberg
Redaktionsleiter/in
Kuno Haberbusch
Produktionsleiter/in
Tim Carlberg