Stand: 12.06.2014 09:16 Uhr  | Archiv

Nienburg: Eine Stadt pflegt den Spargelkult

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Denkmal für den Spargel: Der Spargelbrunnen in der Fußgängerzone.

Bei Nienburg denken viele Norddeutsche sofort an Spargel. In der Region an der Mittelweser wird er nicht nur reichlich, Nienburg pflegt auch sein Image als Spargelstadt. Ein Spargelmuseum in einem 300 Jahre alten Niederdeutschen Hallenhaus im Garten des Fresenhofs unterstreicht die Bedeutung des Gemüses. Am südlichen Ende der Fußgängerzone Lange Straße erinnert der Spargelbrunnen mit einer bronzenen Figurengruppe an die lange Tradition des Anbaus.

Wenige Meter weiter informiert die Tourist-Auskunft über zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Spargel, die im Mai und bis zum Saisonende am 20. Juni stattfinden. Dort bekommen Besucher auch vielfältige Ausflugstipps für die gesamte Mittelweser-Region von Minden bis Bremen.

Bummel durch die Altstadt

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Hübsche Fachwerkhäuser und die Kirche St. Martin prägen die Altstadt.

Von der Bedeutung Nienburgs im Mittelalter zeugt die malerische, überwiegend liebevoll restaurierte Altstadt mit viel Fachwerk. Sie ist mit wenigen Ausnahmen komplett erhalten und damit eine Rarität. Das Rathaus aus dem 14. Jahrhundert gehört zu den ältesten Gebäuden. Das Portal und ein Giebel im Stil der Weser-Renaissance wurden um 1585 angebaut. Gleich daneben liegt der Kirchplatz mit der Pfarrkirche St. Martin. Ihr 72 Meter hoher Turm ist das Wahrzeichen Nienburgs.

Typische Burgmannshöfe

Typisch für die Region Nienburg sind die sogenannten Burgmannshöfe: Große Anwesen, die Adlige einst als Lehen vom Grafen erhielten. Heute können Besucher einige der Höfe besichtigen. Zum Beispiel den schönen Fresenhof in der Leinstraße, der jetzt Haupthaus der Nienburger Museen ist. Der Posthof in der Georgstraße dient als kultureller Treffpunkt und beherbergt die Stadtbibliothek. Hinter dem Posthof steht das Symbol und die Werbefigur der Stadt: die Kleine Nienburgerin, eine Bronzeskulptur. Wer keine Sehenswürdigkeit in Nienburg verpassen will, folgt der Bärenspur: Aufgemalte Bärentatzen markieren einen 3,3 Kilometer langen Rundweg. Er führt auch an das grüne Weser-Ufer, wo im Sommer Ausflugsschiffe anlegen.

Von der Wasserburg zur Stadt

Der Name Nienburg bedeutet Neue Burg (Nyge Borg) und bezeichnete einst das Wasserschloss, das die ersten Territorialherren an der Weser errichteten. Die erste urkundliche Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahr 1025, aber der Ort existierte vermutlich schon lange vorher. Von der ehemaligen Burganlage ist heute nicht mehr viel übrig - außer dem Stockturm. Er war im 14. Jahrhundert Residenz der legendären Hoyaer Grafen, die den Weserraum über mehrere Jahrhunderte beherrschten.

Ausflugsziele in der Region

Die Region Mittelweser bietet zahlreiche interessante Ausflugsziele. Wo vor 140 Millionen Jahren Dinosaurier lebten und ihre Spuren im Schlamm hinterließen, steht heute ein Freilichtmuseum der besonderen Art: Der Dinosaurier-Park in Münchehagen, knapp 30 Kilometer südlich von Nienburg am Steinhuder Meer. Anhand von 200 verschiedenen Modellen in Originalgröße zeigt er die Entwicklung der Saurier und der Erde. Besucher können dort auch selbst aktiv werden - zum Beispiel beim Freilegen von Fossilien.

Wer eher lebende Tiere mag, findet in Nienburgs Umgebung ebenfalls interessante Ausflugsziele. Pferdesport ist in vielen Orten möglich, es gibt zahlreiche Reitwege sowie Pony- und Reiterhöfe. Radfahrer finden in der Region ein dichtes Netz ausgeschilderter Wege, unter anderem den Weser-Radweg, der den Fluss nach Süden bis Hann. Münden und nach Norden bis Bremen begleitet.

In der Region
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Segeln, schwimmen und Natur: Das Steinhuder Meer ist ein ideales Ausflugsziel. Das Städtchen Steinhude lädt zum Bummeln ein, der Naturpark zum Radfahren und Wandern. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / Mein Nachmittag / 22.05.2014 / 16:10 Uhr

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