Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn im Phantechnikum
Vor 35 Jahren war Sigmund Jähn der erste Deutsche im Weltraum. Im Phantechnikum in Wismar hielt der Fliegerkosmonaut einen Vortrag über seine Erlebnisse.
Video starten (03:25 min)Gibt es Wände aus Luft? Hat Feuer einen Schatten? Mecklenburg-Vorpommerns jüngstes Erlebnismuseum, das Phantechnikum in Wismar, lädt seine Besucher dazu ein, Antworten auf diese und viele andere Fragen rund um naturwissenschaftliche und technische Phänomene zu suchen.
Die Ausstellung im Phantechnikum, dem neuen Technischen Landesmuseum, gliedert sich nach den vier Elementen in vier Bereiche: Feuer, Wasser, Luft und Erde - der Abschnitt zum Element Erde soll allerdings erst in einer späteren Bauphase folgen. An rund 20 Mitmachstationen können die Besucher die Elemente und alles, was mit ihnen technisch zusammenhängt, spielerisch erkunden.
So können sie im Bereich Feuer an einem virtuellen Schweißtrainer das Schweißen ausprobieren, im Bereich Luft auf einem Propellerkarussell die Funktionsweise eines Propellerflugzeugs nachvollziehen oder einen Strömungskanal kennenlernen. Im Bereich Wasser wiederum können Besucher testen, ob es möglich ist, gegen den Wind zu segeln. Kinder werden an der Seifenblaseninsel ihren Spaß haben und zugleich etwas über das Phänomen der Oberflächenspannung erfahren.
Im Bereich Feuer finden sich unter anderem Verbrennungsmotoren. Dieser Hebel ist Teil eines zwölf Tonnen schweren Schiffsmotors.
Zudem zeigt das Museum zahlreiche Modelle und Originale aus der Technikgeschichte: so etwa das Modell eines Jagdfliegers, der früher von den Rostocker Heinkel-Werken produziert wurde, einen riesigen Schiffsmotor und eine mehr als 100 Jahre alte Dampfmaschine. Ein Highlight ist der weltweit erste Schleudersitz für Piloten - er wurde in Mecklenburg-Vorpommern erfunden.
Mit der Eröffnung des Phantechnikums ging für die Technik-Sammlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern eine jahrelange Odyssee zu Ende. Das 1961 gegründete Technikmuseum hatte bis 1990 seinen Sitz in Schwerin, musste dort aber ausziehen und hatte keinen festen Standort mehr. In Wismar ließ man daraufhin ab 2009 einen alten Militärkomplex aus den 1930er-Jahren für das neue Technikmuseum umbauen.
Rund zehn Millionen Euro kostete der Umbau der alten Backsteinkaserne. Ein zweiter Bauabschnitt, der den Themenschwerpunkt "Erde" behandeln wird, soll bis 2016 fertiggestellt werden. Mit dem Phantechnikum hat Mecklenburg-Vorpommern nun nach dem Ozeaneum in Stralsund,dem Müritzeum in Waren und dem Darwineum im Rostocker Zoo ein viertes spannendes Mitmach-Museum.