Stand: 08.06.2017 17:23 Uhr

Walsrode: Heidestädtchen mit Tradition

Autobahndreieck und Weltvogelpark - das dürften die meisten Norddeutschen mit dem Städtchen Walsrode verbinden. Tatsächlich lockt der Vogelpark pro Saison Zehntausende Besucher in den Ort am Rand der Lüneburger Heide. Doch auch wer sich nicht für Tiere interessiert, findet in Walsrode interessante Ausflugsziele.

Heidemuseum erinnert an Hermann Löns

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Auf dem Museumsgelände stehen insgesamt zehn historische Gebäude.

Das Heidemuseum Rischmannshof, eines der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands, bietet einen Blick in die Siedlungsgeschichte der Heide. Mit einem voll ausgestatteten Niedersachsenhaus von 1798, einem Treppenspeicher und einem Backhaus zeigt das Museum, wie Menschen in vergangenen Jahrhunderten in der Region lebten und arbeiteten. Außerdem widmet der Rischmannshof Hermann Löns einen eigenen Bereich. Der "Heidedichter" hatte Walsrode um 1900 mehrfach besucht. Löns fiel 1914 im Ersten Weltkrieg in Frankreich. 1935 wurde im Tietlinger Wacholderhain bei Walsrode ein Grab für ihn angelegt. Allerdings ist umstritten, ob es wirklich die Gebeine von Hermann Löns enthält.

Kunstschatz im Kloster

Kloster Walsrode
mit Video

Das Kloster Walsrode und sein Schatz

Ein Brand und die Truppen Napoleons haben dem Kloster in der Lüneburger Heide zugesetzt. mehr

Als Ort der Stille gilt Kloster Walsrode. Das mittelalterliche Frauenkloster wurde 986 gegründet und nach der Reformation in ein evangelisches Damenstift umgewandelt. Noch heute leben dort einige Frauen in christlicher Gemeinschaft. Der bedeutendste Kunstschatz des Klosters hat viele Jahrhunderte überstanden: ein sogenanntes Bambino, eine Christuspuppe aus der Zeit um 1500. Die meisten der roten Backsteingebäude auf dem parkartigen Gelände stammen aus dem frühen 18. Jahrhundert. Der Garten ist tagsüber für Besucher geöffnet, die Gebäude des Klosters können nur bei Führungen besichtigt werden, sie finden mehrmals täglich am Nachmittag statt.

Die Klosteranlage aus der Vogelperspektive.

Klosterspaziergang in Walsrode

Nordtour

Das Kloster in Walsrode ist über 1.000 Jahre alt und das älteste der sechs Heideklöster. Acht Damen leben dort in christlicher Gemeinschaft, die Besuchern die Schätze des Klosters zeigen.

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Nicht ganz so alt wie das Kloster, aber ebenfalls sehenswert ist die kleine St.-Georg-Kirche im Ortsteil Meinerdingen. Sie stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und wurde ursprünglich im romanischen Stil erbaut. Später erhielt sie ein gotisches Gewölbe und einen hölzernen Glockenturm. Die Einrichtung der Kirche zeigt Elemente der Renaissance und des frühen Barock. Die Kirche ist von April bis Oktober täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Die Gemeinde bietet auch Führungen an.

Karte: Walsrode und Umgebung
Weitere Informationen

Auf Entdeckertour in den Heideklöstern

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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 10.06.2017 | 18:00 Uhr

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