Stand: 08.01.2016 14:17 Uhr

Aus grauer Vorzeit: Die Höhlen von Bad Grund

Eine Reise in die Erd- und Menschheitsgeschichte sowie die faszinierende Welt der Höhlen - das erwartet Besucher im Harz-Städtchen Bad Grund. Das Höhlen-Erlebniszentrum ist ein Museum der besonderen Art und besteht aus drei Teilen.

Das Museum am Berg

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Dieser Kopf ist einer von drein, die Wissenschaftler anhand von DNA-Analysen nachgebildet haben.

Der detailgetreue Nachbau der etwa 40 Quadratmeter großen Lichtensteinhöhle ist die Attraktion der Ausstellung. In der Höhle bei Osterode hatten Forscher im Jahr 1980 unter anderem 3.000 Jahre alte Überreste einer Familie gefunden. Wissenschaftler der Universität Göttingen konnten mit Hilfe von DNA-Untersuchungen nachweisen, dass noch heute Nachkommen dieser Menschen in der Region leben. Der Stammbaum reicht über 120 Generationen zurück in die Bronzezeit. Auf Grundlage der DNA-Untersuchungen entstanden mit forensischen Methoden die Nachbildungen der Köpfe dreier Urahnen, die im "Museum am Berg" zu sehen sind.

Das Museum im Berg

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Ein außergewöhnlicher Ort für ein Museum: Im Stollen erfahren die Besucher alles über den Iberg.

Der 563 Meter hohe Iberg liegt nördlich von Bad Grund im Westharz. Zahlreiche natürliche Höhlen sowie durch den Bergbau verursachte Hohlräume sind für ihn charakteristisch. Entstanden ist der Iberg vor 385 Millionen Jahren als Korallenriff in der Südsee. Wie ist er in den Harz gelangt? Wie hat er sich im Laufe der Zeit verändert und wie wurde er genutzt? Das dokumentiert das "Museum im Berg" - ein in den Fels gesprengter 160 Meter langer Stollen. Auf ihrem Weg durch den Fels lernen Besucher die Geologie des Ibergs kennen und gelangen in das ehemalige Korallenriff.

Die Iberger Tropfsteinhöhle

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Unter Tage: Wer die Iberger Tropfsteinhöhle besucht, erhält spannende Einblicke.

Bereits seit dem 31. Juli 1874 ist die Höhle für die Öffentlichkeit zugänglich und noch heute gehört sie zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten im Harz. Bei einer etwa halbstündigen Führung, die im Eintrittspreis enthalten ist, können Besucher die verschiedenen Tropfsteinformationen bestaunen, die im Verlauf vieler Jahrtausende gewachsen sind. Sie haben ganz unterschiedliche Formen und Farben sowie eigene Namen. Eines der größten Tropfsteingebilde ist der "versteinerte Wasserfall".

Höhlen-Erlebniszentrum Iberger Tropfsteinhöhle

An der Tropfsteinhöhle 1
37539 Bad Grund
Telefon (05327) 829-391

Öffnungszeiten und Eintrittspreise siehe Website des Zentrums

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen / Lust auf Norden / 08.01.2016 / 18:15 Uhr

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