Stand: 22.04.2014 13:23 Uhr

Hamburg: Grüne Metropole am Wasser

Hafen und Hafencity entdecken

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Maritimes Flair: Blick von den Landungsbrücken auf den Hafen.

Der rund 100 Kilometer vom Meer entfernt liegende Hamburger Hafen ist einer der größten Umschlagplätze für Seegüter weltweit und einer der größten Arbeitgeber der Hansestadt. Seit dem 12. Jahrhundert beschert der Seehandel der Stadt ihren Wohlstand. Deshalb feiern die Hamburger den Geburtstag ihres Hafens jedes Jahr mit einem mehrtägigen Fest.

Zentraler Anlaufpunkt für Touristen sind die Landungsbrücken mit dem Eingang zum Alten Elbtunnel. Eine Tunnelbesichtigung sollte sich niemand entgehen lassen. Der Bau ist ein Meisterwerk der Ingenieurbaukunst und schön verziert. Außerdem bietet sich von der Aussichtsplattform auf der anderen Seite ein fantastischer Blick auf die Stadt. Von den Landungsbrücken legen auch zahlreiche Schiffe und Fähren ab. Eine Hafenrundfahrt - vorbei an großen "Pötten" und alten Speichern - ist ein Muss für jeden Besucher.

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Günstig und gute Aussicht garantiert: Mit der Fährlinie 62 können Touristen die Elbe entdecken.

Eine ganz besondere Tour bietet die Maritime Circle Line an. Sie ist sozusagen die Museumslinie unter den Rundfahrten. Die roten Barkassen starten an der Landungsbrücke 10 und steuern unter anderen das Auswanderermuseum "BallinStadt", das Hafenmuseum, die Hafencity und das Museumsschiff Cap San Diego an. Die Fahrgäste können zwischendurch von Bord gehen und dann mit dem nächsten Schiff weiterfahren. Wer Geld sparen möchte, nimmt einfach die HADAG-Fähre Nummer 62, die zum öffentlichen Nahverkehr gehört. Sie fährt im 15-Minuten-Takt von den Landungsbrücken nach Finkenwerder - vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten.

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Die Dalmannkaipromenade führt am Wasser entlang zu den Marco-Polo-Terrassen.

Direkt im Hafen entsteht seit 2001 ein ganz neuer Stadtteil am Wasser - die Hafencity. Einige der insgesamt zehn geplanten Quartiere - eine Mischung aus Wohn- und Geschäftshäusern - sind bereits fertig. Museumshafen, Kreuzfahrtterminal, eine Promenade sowie zwei große Terrassen mit Elbblick machen die Hafencity auch als Ausflugsziel interessant. Das wohl bekannteste Gebäude des Viertels ist die Elbphilharmonie, die zwar bereits in den Hamburger Himmel ragt, wegen Streitigkeiten zwischen Stadt und Bauträger über die Kosten aber noch immer nicht fertig ist.

Die Speicherstadt: Lagerplatz für Edles aus aller Welt

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Die Speicherstadt ist nicht nur architektonisch interessant, sondern beherbergt auch viele Museen.

Zwischen Deichtorhallen und Baumwall liegt die mehr als hundertjährige Speicherstadt, der größte zusammenhängende Lagerhauskomplex der Welt. Hinter den Mauern der schönen Backsteingebäude lagern hochwertige Güter wie Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze, Tabak und Orientteppiche. Außerdem sind dort Cafés und Museen zu finden: Wissenswertes über den Handel Hamburgs mit der Welt erfahren Besucher etwa im Speicherstadtmuseum, dem Gewürz- oder Deutschen Zollmuseum. Publikumsmagneten sind das Gruselkabinett "Dungeon" und das benachbarte "Miniatur Wunderland", die größte Modelleisenbahn-Anlage der Welt. Am Besten lässt sich die Speicherstadt bei einem Barkassen-Törn vom Wasser aus erkunden.

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Hamburg damals: Die Speicherstadt

06.11.2010 19:30 Uhr
Hamburg Journal

Die Speicherstadt hat dem Hamburger Hafen seinen Spitznamen beschert: "Schneller Hafen“ wurde er weltweit genannt - bis die Container kamen. Video (00:04:19 min)