Stand: 27.07.2011 18:50 Uhr

Zauberlandschaft an der Förde: Die Geltinger Birk

von Kathrin Weber, NDR.de

Ein bisschen wild, landschaftlich abwechslungsreich und voller Überraschungen: Am östlichen Ende der Flensburger Förde liegt ein zauberhaftes Stückchen Erde: die Geltinger Birk. Sie steht bereits seit 1934 zum Teil unter Naturschutz, heute umfasst die geschützte Fläche 773 Hektar. Verlandete Sümpfe, Dünen und Laubwälder sowie Wiesen und Strand prägen die Landschaft - und natürlich das Wasser. Im Westen und Norden grenzt die Birk an Förde und Ostsee.

Ein Spaziergang durch die Geltinger Birk

Auf Wanderwegen Tiere und Pflanzen entdecken

Für Menschen, die gern in der Natur unterwegs sind, ist die Birk ein ideales Ziel. Sie können die Halbinsel entweder zu Fuß, zum Teil auch mit dem Fahrrad oder zu Pferd erkunden. Vier verschiedene, ausgeschilderte Rund-Wanderwege sowie ein Reitweg stehen zur Auswahl.

Wanderwege durch die Geltinger Birk

Wanderweg "Eule" (3 km): kleiner Rundweg ohne Ostsee, Start: Nieby
Wanderweg "Konik" (6,2 km): um die Mühle durchs Hinterland und an der Förde entlang (nur zu Fuß!), Start: Mühle Charlotte
Wanderweg "Hochlandrind" (10,4 km): Hinterland, Förde und Ostsee, Start: Falshöft
Wanderweg "Möwe" (13,3, km): die große Tour einmal rund um die Birk, Start: Falshöft oder Mühle Charlotte

Der kürzeste Wanderweg mit dem Namen "Eule" ist drei Kilometer lang und verläuft nördlich von Nieby, einem Dorf am Südrand des Naturschutzgebietes, vorwiegend durch Wiesen. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte die Wege "Möwe" (13,3 km) oder "Hochlandrind" (10,4 km) wählen. Sie führen je etwa zur Hälfte durch Wiesen und Wald und dann direkt auf dem Deich an der Förde und Ostsee entlang. Landschaft und Vegetation an der Strecke sind vielfältig und abwechslungsreich: Saftige Wiesen, Rapsfelder, Wasserläufe und Seen, Wälder und - im Sommer - duftende Heckenrosen.

In dieser üppigen und geschützten Natur sind Tiere natürlich nicht weit: Besonders Vögel wie Goldammer, Kukuck, Graugans und Seeadler fühlen sich hier wohl. Übers Jahr rasten, brüten und überwintern rund 200 verschiedene Vogelarten in der Birk. Hinzu kommen zahlreiche Insekten, Schlangen und Frösche oder auch Säugetiere wie der Feldhase. Außerdem leben in der Birk zwei ganz besondere Tierarten, die man sonst selten zu Gesicht bekommt: Wildpferde und schottische Hochlandrinder.

Wildpferde und Rinder als Landschaftspfleger

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Seit 2002 leben Wildpferde in der Birk.

Beide Arten dienen der Landschaftspflege und leben zusammen in einem großen, offenen Weidegebiet, in dem sie sich frei bewegen können. Die Wildpferde gehören zu der aus Osteuropa stammenden bedrohten Rasse der Koniks. Elf dieser Tiere wurden im Frühjahr 2002 in der Birk angesiedelt. Inzwischen ist es gelungen, den Bestand auf derzeit 80 zu erhöhen, einige wurden bereits in andere Regionen abgegeben. Wer bei einem Spaziergang auf Koniks trifft, sollte sich über den seltenen Anblick freuen, aber auf keinen Fall ihre Nähe suchen oder sie füttern. Ungewohnte Nahrung löst bei den Pferden leicht gefährliche Koliken aus, die tödlich sein können.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 19.09.2015 | 19:30 Uhr

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