Stand: 07.10.2016 12:27 Uhr  | Archiv

Wälder, Moore und Auen - der Hümmling

Ausgedehnte Buchenwälder und Birkenhaine, Moore, Heideflächen und Flussauen. Dazu über 4.000 Jahre alte Hügelgräber und ein Barockschloss: Im nordöstlichen Emsland, südöstlich von Papenburg, erstreckt sich mit dem Hümmling eine lohnenswerte Ausflugs- und Urlaubsregion.

Rund 42 Prozent des 577 Quadratkilometer großen Hümmlings sind Landschafts- und Naturschutzgebiete. Sie lassen sich gut zu Fuß oder mit dem Rad erkunden. Für Wanderer besonders interessant sind der Hümmlinger Pilgerweg, der auf fünf Etappen durch die Region führt, sowie der Hünenweg. Er verbindet auf 208 Kilometern Osnabrück mit Papenburg und durchquert dabei den Hümmling. Radfahrer können ein gut ausgebautes Wegenetz nutzen und auf etlichen Routen die Region erkunden. Neben Tagestouren besteht auch die Möglichkeit mehrtägiger Touren mit Gepäcktransport.

Großsteingräber, Kletterwald und ein Barockschloss

An mehreren Orten im Hümmling lebten bereits vor rund 4.000 Jahren Menschen. Etliche Stein- und Hügelgräber, etwa in einem Heidegebiet bei Groß und Klein Berßen zeugen von der frühen Besiedlung. Dort befinden sich allein 40 bronzezeitliche Hügelgräber. Mit "De Hoogen Stainer" liegt bei Werlte das größte Hügelgrab der Region. Für Familien mit Kindern empfiehlt sich ein Besuch im Erholungsgebiet Surwolds Wald mit Kletterwald, Sommerrodelbahn und einer Märchenschau.

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Eindrucksvoll: die kreisrunde Schlossanlage von Clemenswerth.

Lohnend ist ein Abstecher zum Schloss Clemenswerth: Die barocke Anlage mit Jagdschloss, Pavillons, Kapelle und weitläufigem Park zählt zu den schönsten Niedersachsens. An ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte erinnert die Gedenkstätte Esterwegen im nördlichen Hümmling. Während der Naziherrschaft existierte dort ein Konzentrationslager, in dem bis zu 2.000 Häftlinge gleichzeitig unter unmenschlichen Bedingungen untergebracht waren.

Seit 2016 Naturpark

Der Hümmling zählt seit August 2016 zu den insgesamt 14 niedersächsischen Naturparks. Nur wenige Kilometer weiter südlich liegt mit dem Naturpark Bourtanger Moor - Bargerveen an der Grenze zwischen Emsland, Grafschaft Bentheim und der niederländischen Provinz Drenthe ein länderübergreifender Naturpark.

Was ist ein Naturpark?

Naturparks sind Landschaften, die sowohl Kulturlandschaften - also von Menschen geprägte Zonen - als auch Naturlandschaften enthalten können. Häufig handelt es sich um naturnahe Regionen, in denen eine landwirtschaftliche Nutzung erlaubt ist. Naturparks stehen wegen ihrer Schönheit und Eigenart unter besonderem Schutz. Sie sollen als Erholungsgebiet dienen, deshalb wird dort besonderer Wert auf eine naturverträgliche Entwicklung gelegt.

Weitere Informationen

Ein Land aus Mooren, Flüssen und Wiesen

Wiesen, Wälder, Moore und Wasser prägen das Emsland. Viele Rad- und Wasserwanderwege erschließen die Region für Urlauber. Parks und Landgüter setzen kulturelle Akzente. mehr

Die Straße der uralten Steinriesen

5.000 Jahre alte Großsteingräber bergen bis heute zahlreiche Rätsel. Die Straße der Megalithkultur im Westen Niedersachsens versucht, an 33 Stationen Antworten zu geben. mehr

Karte: Naturpark Hümmling - ungefähre Ausdehnung

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 08.10.2016 | 18:00 Uhr

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Nordmagazin