Stand: 06.11.2017 10:36 Uhr

Insel Kirr: Ausflug ins Vogelparadies

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Zahlreiche Priele durchziehen die bei Zingst gelegene Insel wie feine Äderchen.

Salzwiesen, Priele und Tausende Vögel: Die Insel Kirr südlich von Zingst im Barther Bodden ist ein kleines Naturparadies. Das Eiland erhebt sich nur wenige Meter über den Wasserspiegel, sodass Teile der Insel regelmäßig überflutet werden. Küstenvögel finden ein breites Nahrungsangebot, deshalb ist Kir eines ihrer wichtigsten Brutgebiete an der gesamten deutschen Ostseeküste. Säbelschnäbler, Kiebitz und Austernfischer - insgesamt 23 verschiedene Wat- und Wasservogelarten leben auf der Insel. Einige Arten sind sogar nur noch auf Kirr anzutreffen: So brüten hier die letzten acht Paare einer seltenen Unterart des Alpenstrandläufers sowie das letzte Paar des Kampfläufers, der ansonsten an der gesamten Ostsee als ausgestorben gilt. Im Herbst kommen zu der Vogelvielfalt bis zu 16.000 Kraniche hinzu, die auf ihrer Reise in den Süden dort rasten.

Sylva Juhnke beobachtet Vögel mit dem Fernglas.

Insel Kirr: Ein Eldorado für Hobby-Ornithologen

Nordmagazin -

Regelmäßig führt Sylva Juhnke Gäste auf die kleine Vogelschutzinsel Kirr südlich von Zingst. Auf ihren Wanderungen kann man seltene Vögel beobachten - sogar den Seeadler.

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Betreten nur mit offizieller Erlaubnis

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Die Insel ist Brut- und Rastplatz für Tausende Vögel - hier eine Gruppe Weißwangengänse.

Wegen seiner großen Bedeutung für den Vogelschutz ist das Betreten der nur etwa 3,5 Kilometer langen und 1,5 Kilometer breiten Insel nur mit einer offiziellen Genehmigung möglich. Der Tourismusverband Zingst bietet zwischen April und Mitte September jeden Mittwoch Wanderungen an, bei denen die Gruppe mit Barkassen auf die Insel übersetzt. Wer längere Zeit auf der Insel verbringen möchte, kann dort aber auch übernachten: Auf einem ehemaligen Hof gibt es eine kleine Ferienhaussiedlung. Ein Shuttle-Service bringt die Urlauber zweimal täglich mit dem Boot nach Zingst und zurück.

Im Sommer weiden Rinder auf Kirr

Bis in die 1950er-Jahre wurde auf Kirr vor allem Viehwirtschaft betrieben. Die Weidetiere traten den durch Überflutungen feuchten Boden fest und trugen so dazu bei, dass sich eine dünne Torfschicht bildete, ein sogenanntes Küstenüberflutungsmoor. Bis heute sind Rinder wichtig für den Erhalt der Insel. Sie verhindern, dass Kirr verschilft und werden deshalb für die Sommermonate auf die Insel gebracht.

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