Stand: 08.04.2015 18:08 Uhr

In Meldorf dreht sich alles um den Dom

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Die St. Johannis-Kirche - auch Meldorfer Dom genannt - ist ein prachtvolles frühgotisches Bauwerk.

Egal aus welcher Himmelsrichtung Besucher nach Meldorf kommen, das Erste was sie sehen, ist die St. Johannis-Kirche. Sie wurde um 1250 gebaut und zählt zu den schönsten Bauwerken in Norddeutschland. Wegen ihrer Größe wird die Kirche auch "Dom der Dithmarscher" genannt, Bischofssitz ist Meldorf aber nie gewesen. Allerdings diente die Kirche früher als Seezeichen, denn Meldorf lag einst an der Nordseeküste. Erst durch Landgewinnung geriet der Ort etwa sechs Kilometer ins Binnenland.

Im Inneren ist St. Johannis reich an Kunstschätzen: Mittelalterliche Malereien verzieren die Gewölbekuppeln, der Passionsaltar von 1520 beeindruckt mit farbenprächtigen und vergoldeten Figuren und das große bronzene Taufbecken, das aus der Gründungsphase der Kirche stammt, ist in einem Stück gegossen.

Burgenviertel und Museumsweberei

Sehenswert ist auch das Burgviertel, das südlich vom Marktplatz liegt. Dort stehen noch viele hübsche historische Häuser mit Brettergiebeln und Fachwerk aus dem 18. Jahrhundert. Der Name Burgviertel ist übrigens darauf zurückzuführen, dass dort einmal eine Burg gestanden haben soll.

Im Alten Pastorat in der Papenstraße, einem der ältesten Gebäude der Stadt, befindet sich die Museumsweberei. Dort können Besucher dabei zusehen, wie Stoffe nach traditionellen Mustern gefertigt werden. Dazu dienen Webstühle aus dem 19. Jahrhundert. Außerdem erfahren sie, mit welcher modernen Technik die Stoffmuster entstehen und warum die Webstühle Vorläufer der Computer sind.

1.200 Jahre Geschichte in vier Häusern

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Das Landesmuseum zeigt, wie die Menschen in Dithmarschen zwischen Mittelalter und Gegenwart lebten.

Bis ins späte Mittelalter war Meldorf Zentrum und Regierungssitz von Dithmarschen. Hier kam der Rat der freien Bauernrepublik zusammen. Später wurde der Versammlungsort nach Heide verlegt. Einen sehr guten Überblick über die wechselvolle und interessante Geschichte der Region und der Stadt Meldorf gibt das Landesmuseum. In vier Häusern erfahren Besucher etwa, wie die Dithmarschener Landgewinnung betrieben, Deiche bauten und in einer legendären Schlacht den dänischen König besiegten. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung eine große Sammlung bäuerlicher Kunst, Schiffe als Originale und Modelle sowie Beispiele der früheren Wohnkultur und Arbeitswelt. Dazu gehören unter anderem eine Eisengießerei, eine Arztpraxis und eine Likörfabrik.

Landleben gestern und heute

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Moderner Hingucker am Eingang des Museums ist dieses Kunstwerk aus landwirtschaftlichen Geräten.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein spielte sich ein großer Teil des bäuerlichen Alltags auf der Diele der niederdeutschen Hallenhäuser ab. Zu beiden Seiten standen das Großvieh, Schweine und Hühner. Heute sieht das Leben eines Bauern ganz anders aus. Wie es sich von 1870 bis in die Gegenwart verändert hat, dokumentiert das Landwirtschaftsmuseum in einem kleinen Freilichtmuseum und einer Sammlung landwirtschaftlicher Maschinen. Dort sind unter anderem seltene Exemplare wie ein Milchkannen-Fahrrad, ein Fließband der Marner Sauerkrautfabrik sowie eine alte Stellmacherei zu sehen. Zum Museum gehört auch ein Rosengarten mit alten Sorten, der besonders zur Hauptblütezeit im Juni und Juli einen Besuch lohnt.

"Strandleben" an der Nordsee

Von Meldorf ist es nur wenige Kilometer zur Nordseeküste. Dort gibt es zwar keinen Sandstrand, dafür aber grüne Badestrände hinterm Deich mit Liegewiesen und Zugang zum Meer. In Nordermeldorf und Elpersbüttel können Besucher Strandkörbe mieten, dort gibt es auch Spiel- und Sportflächen. Nordermeldorf ist auch Ausgangspunkt für Wattführungen. Ideal zum Surfen, da unabhängig von den Gezeiten und geschützt, ist das große Becken im Speicherkoog.

Service

Touristinformation Meldorf
Nordermarkt 10
25704 Meldorf
Website

Dithmarscher Landesmuseum
Bütjestraße 2 - 4
25704 Meldorf
Tel. (04832) 60 00 60
Website

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | mareTV | 05.11.2015 | 20:15 Uhr

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