Stand: 17.03.2017 10:42 Uhr

Bernstein: Das Gold des Meeres finden

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Bernstein: Der honiggelbe Schimmer zieht Menschen seit jeher in seinen Bann.

Zu allen Zeiten hat Bernstein die Menschen fasziniert. Schon vor 10.000 Jahren stellten unsere Vorfahren Schmuck aus dem fossilen Harz her, Priester verbrannten es wegen des aromatischen Dufts wie Weihrauch. In der Antike war Bernstein ein begehrtes Handelsgut. Im Mittelalter schrieben die Menschen dem Bernstein magische Wirkung zu: Er galt als Beschützer vor Hexen und Dämonen. Noch heute glauben viele Menschen an eine heilsame Wirkung bei Hautkrankheiten und Zahnschmerzen. So soll Kleinkindern eine Bernsteinkette beim Zahnen helfen.

Bernstein: Gute Qualität erkennen

So werden Sie fündig

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Zwischen Sand und Muscheln haben sich Bernsteine versteckt. Wer sie finden will, muss genau hinschauen.

Ist das Wasser in den Sommermonaten warm, stehen die Aussichten schlecht, auf Bernstein zu stoßen. Denn nur, wenn das salzige Meerwasser kalt ist und dadurch eine große Dichte besitzt, treibt es Bernstein nach oben. Die besten Chancen, Bernstein zu finden, haben Sammler deshalb nach Stürmen mit auflandigen Winden, vor allem im Herbst und Winter. Dann heißt es früh aufstehen, denn sobald es heftig geweht hat, sind an den Stränden meist auch andere Bernsteinsucher unterwegs. Eine Taschenlampe im Gepäck kann sehr nützlich sein. Meist versteckt sich der Bernstein zwischen Tang, Holz, kleinen Steinen und Muschelschalen im sogenannten Spülsaum am Strand.

Bernstein erkennen

Die ältesten Bernsteine der Welt sind 400 Millionen Jahre alt. Baltischer Bernstein, der an Ostsee- und Nordseestränden angespült wird, entstand vor etwa 40 bis 50 Millionen Jahren aus dem Harz subtropischer Nadelwälder. Bernstein ist im Vergleich zu echten Steinen sehr leicht und glänzt in der Sonne. Rohbernstein sieht häufig bräunlich bis honiggelb aus, manchmal schimmert er auch weißlich, hellgelb oder rötlich. Wer nicht sicher ist, ob es sich bei einem Fund um Bernstein handelt, kann damit leicht gegen einen Zahn klopfen. Ein weicher Ton deutet auf Bernstein hin - die ähnlich aussehenden gelben Feuersteine klingen wesentlich härter. Auch mit stark salzhaltigem Wasser lässt sich die Echtheit prüfen: Bernstein schwimmt oben. Ein Wolltuch eignet sich ebenfalls für einen Test: Trockener Bernstein lädt sich beim Reiben elektrostatisch auf und zieht Papierschnipsel und dergleichen an.

Gefährlich kann es werden, wenn Sammler Phosphor mit Bernstein verwechseln. Getrockneter Phosphor entzündet sich nämlich und kann schwere Brandwunden verursachen.

An diesen Stränden lohnt sich die Suche nach Bernstein

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Besonders nach Winterstürmen stehen die Chancen gut, das fossile Harz zu finden.

Gute Chancen haben Sammler an den Stränden Mecklenburg-Vorpommerns, hier vor allem auf Fischland-Darß-Zingst, Hiddensee, Rügen und Usedom. An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste gibt es dagegen kaum Bernstein. Schon eher lohnt sich die Suche an der Nordseeküste: auf der Düne von Helgoland, im Watt vor St. Peter-Ording und vor Büsum sowie an den Stränden der Ost- und Nordfriesischen Inseln. In einigen Orten werden Führungen angeboten, um unter fachkundiger Anleitung Bernstein zu finden.

Karte: Bernstein-Fundorte im Norden
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Dieses Thema im Programm:

Markt | 20.03.2017 | 20:15 Uhr

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