Stand: 22.04.2016 09:17 Uhr

Tipps für eine reiche Tomatenernte

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Es gibt unzählige Farben und Formen.

Tomaten zählen zu den leckersten und beliebtesten Gemüsesorten. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Weltweit soll es mehr als 10.000 Kultursorten geben. Sie können klein wie eine Johannisbeere oder groß wie ein Kürbis mit bis zu einem Kilo Gewicht sein. Das Farbspektrum verläuft vom klassischen Rot über Gelb, Violett bis hin zu Schwarz. Es gibt sogar gestreifte, marmorierte und mehrfarbige Exemplare.

Tomaten auf der Fensterbank ziehen

Wer seine Lieblingstomate gefunden hat, kann diese mit relativ wenig Aufwand aus den vorhandenen Samen vermehren. Als Anbaufläche eignet sich am besten ein sonniger überdachter Platz im Garten. Wer nur einen Balkon hat, kann ebenfalls problemlos Tomaten anbauen, es gibt Sorten, die im Kübel oder ganz einfach in einem Pflanzbeutel gedeihen. Bereits im Februar oder März können Hobbygärtner die Gartensaison auf der Fensterbank beginnen, etwa in einem Mini-Gewächshaus. Dann wird das Saatgut in nährstoffarme Anzuchterde gepflanzt. Nach draußen dürfen die jungen Pflanzen aber erst nach den Eisheiligen im Mai, sie sind sehr kälteempfindlich. Wem das zu aufwendig ist, der kann auch vorgezogene Pflanzen im Gartencenter kaufen - hier ist die Sortenauswahl natürlich kleiner.

Darauf kommt es beim Düngen an

Sind die Tomaten im Freiland, sollten sie unbedingt gedüngt werden. Tomaten sind sogenannte Starkzehrer, das heißt, sie entziehen dem Boden viele Nährstoffe. Diese müssen ihm regelmäßig neu zugeführt werden. Am besten ist es, schon im Herbst das Beet mit reifem Kompost anzureichern, so ist die Basis für das kommenden Frühjahr bereits gelegt. Darüber hinaus ist organischer Dünger wie Hornmehl, Pferdemist oder Brennnesseljauche empfehlenswert. Alternativ kann natürlich auch spezieller Fertigdünger für Tomaten verwendet werden - hier sollte man unbedingt sehr genau mit der Dosierung sein und die Bodenbeschaffenheit berücksichtigen. Ein Lehmboden benötigt beispielsweise weniger Dünger als ein Sandboden.

Tomaten pflanzen und Schädlinge bekämpfen

Überflüssige Blätter und Blütenstände entfernen

Die Pflanzen sollten nicht zu groß wachsen. Lediglich fünf, maximal sieben Blütenstände bekommen Sie in einer Saison durch. Schneiden Sie deshalb den Tomaten den "Kopf" ab, wenn sie zu viele Blütenstände entwickelt.

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Das Herausbrechen überflüssiger Triebe stärkt das Wachstum der Tomate.

Damit die Tomatenpflanze die ganze Kraft in die Früchte steckt, müssen die überflüssigen Triebe herausgebrochen werden. Der Gärtner nennt das ausgeizen. So gelangen ausreichend Wasser und Nährstoffe in die Früchte. Besonders unterhalb des ersten Fruchtstandes können alle Blätter entfernt werden. Die Pflanze entwickelt sich besser und die unteren Früchte bekommen mehr Licht, reifen schneller und auch Krankheiten breiten sich nicht so schnell aus.

So funktioniert die Bestäubung

Wenn Sie Tomaten im Gewächshaus haben, lassen Sie tagsüber ruhig die Türen auf, damit Hummeln und Bienen an die Blüten kommen. Gärtner haben Hummelvölker in ihren Gewächshäusern, die beim Bestäuben helfen. Das lohnt sich aber nur bei großen Kulturen. In einem kleinen Gewächshaus kann man alternativ mit einer elektrischen Zahnbürste prima an den Blüten rütteln. Die sanften Vibrationen schütteln alle Pollen aus den Blüten - die perfekte Bestäubung. Wichtig ist: Die Bestäubung funktioniert nur bis 30 Grad - sonst verkleben die Pollen in den Blüten. Also Türen auf im Gewächshaus, die Tomaten mögen es sonnig und kühl.

Kartoffeln und Tomaten vertragen sich nicht

Pflanzen Sie Kartoffeln und Tomaten nie direkt nebeneinander. Wenn die Kartoffeln reif sind und das Kraut welkt, überträgt sich die Braunfäule auf die Tomaten. Gärtner wundern sich dann oft, was mit ihren Pflanzen ist.

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