Stand: 17.08.2017 14:40 Uhr

Dahlien: Außergewöhnlich und vielfältig

Kaum eine zweite Pflanzengattung kann mit einem solchen Formen- und Farbenreichtum aufwarten wie die Dahlie. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Mittelamerika. Bei uns blüht sie je nach Sorte von Juni bis zum ersten Frost und verwandelt den Spätsommer-Garten in ein Farbenmeer.

Unendlich vielfältig: Dahlien

Standort und Pflege

Zum Pflanzen eignet sich jeder normale Gartenboden, idealerweise ist er nicht lehmig und hat einen leicht sauren pH-Wert von etwa 6,5. Dahlien schätzen ab und zu ein wenig Kompost, besonders beim Anpflanzen im Frühjahr. Sie brauchen viel Licht, Standorte im Schatten bekommen ihnen nicht so gut. Außerdem mögen sie ein gemäßigtes Klima mit regelmäßiger Feuchtigkeit. Im Sommer sollte man die Pflanzen stützen, beispielsweise mit Bambusstäben. Bindet man die Pflanzen nicht zusammen, können sie bei Wind und Regen auseinanderbrechen. Verblühte Dahlienblüten sollten regelmäßig abgezupft ("ausgeputzt") werden, das verlängert die Blütenpracht. Dahlien lassen sich sehr schön mit Ziergräsern, Sommerblumen oder Stauden wie beispielsweise Herbst-Anemonen kombinieren, die zur selben Zeit blühen.

Dahlien sind nicht winterhart

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Dahlien-Knollen richtig überwintern

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Dahlien sind nicht winterhart. Nach dem ersten Frost sollten die oberirdischen verblühten Teile bis auf etwa fünf bis sechs Zentimeter heruntergeschnitten und die Knolle vorsichtig ausgegraben werden. Achtung, die Knollen dürfen nicht zu früh herausgenommen werden, denn sie speichern die Nährstoffe fürs folgende Jahr. Untersuchen Sie die Dahlienknollen auf Krankheiten und schneiden Sie faulige Stellen mit einem scharfen Messer heraus. Die Schnittstelle am besten mit Holzkohlepulver, etwa aus der Tüte mit der Grillkohle, desinfizieren. Wenn sie abgetrocknet sind, sollten die Knollen in einem dunklen, trockenen Keller bei vier bis acht Grad Celsius frostfrei gelagert werden. Im Winterquartier ist es sinnvoll, die Knollen ein wenig mit angefeuchtetem Sand abzudecken, sie können dann weder schimmeln noch eintrocknen. Als Behältnis eignen sich mit Zeitungspapier ausgelegte Holzkisten oder aufgehängte Plastiktüten mit großen Luftlöchern.

Im Frühjahr wieder auspflanzen

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Die Knollen kommen im Frühling wieder ins Beet und treiben neu aus.

Unter Umständen treiben die Knollen bereits im Keller wieder aus. Das ist aber nicht weiter schlimm, vor dem Auspflanzen werden diese Triebe einfach eingekürzt. Wer möchte, kann die Pflanzen ab März auch gezielt vortreiben. Ansonsten kommen die Knollen Ende April, Anfang Mai in den möglichst nicht zu feuchten Boden. Die Eisheiligen muss man nicht abwarten, die letzten Fröste können ihnen nichts mehr anhaben. Die Knollen werden circa fünf Zentimeter tief in die Erde gesetzt und treiben schon bald wieder neu aus.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 19.08.2017 | 06:50 Uhr

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