Stand: 21.04.2016 16:55 Uhr

Kraut- und Braunfäule bei Tomaten verhindern

von Ralf Walter
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Pilzsporen aus dem Boden können bei Tomatenpflanzen die gefürchtete Kraut- und Braunfäule verursachen.

Viele Gartenfreunde freuen sich schon auf ihre selbst geernteten Tomaten. Es gibt aber eine Tomatenkrankheit, die den Spaß an dem leckeren Gemüse schnell beenden kann. Dabei handelt es sich um die gefürchtete Kraut- und Braunfäule, die Tomatenpflanzen sehr zusetzen kann und zu den häufigsten Krankheiten bei Tomaten zählt. Hervorgerufen wird Kraut- und Braunfäule durch Pilzsporen, die sich in der Erde rund um die Tomatenpflanze befinden. Beim Gießen und durch Regen spritzt häufig Erde auf die untersten Blätter. Durch diese Spritzer gelangt der Pilz an die Blätter und die Pflanze ist infiziert.

Im Frühjahr Pilz-Sporen beseitigen

Wer Kübel und Tomatenstangen aus dem Vorjahr auf die neue Saison vorbereiten möchte, sollte diese gründlich reinigen. Denn auch die Sporen des Pilzes überwintern. Das Reinigen geht sehr gut mit kochendem Wasser. Einfach das heiße Wasser über und in den Kübel gießen und auch die Tomatenstangen reinigen. Dann sollten die alten Sporen abgetötet sein.

Richtiges Pflanzen schützt vor neuen Sporen

Natürlich können im Frühjahr auch neue Sporen die Tomaten befallen. Den Ausbruch der Kraut- und Braunfäule können Gärtner verzögern, wenn sie Folgendes beachten:

  • Tomatenpflanzen sollten nicht zu eng nebeneinander stehen: Knapp 70 Zentimeter Abstand sind gut, damit sich die Blätter nicht berühren können.
  • Befallene Blätter und Früchte sofort entfernen und über den Hausmüll entsorgen.

Sorgsames Gießen schützt vor Pilzbefall

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Tomaten sollten dicht am Boden gegossen werden. Damit wird verhindert, dass Spritzwasser an die Blätter gelangt.

Auch beim Gießen sollte man vorsichtig sein: Das Wasser aus der Kanne nicht von oben auf den Boden unter den Tomaten gießen, sondern ganz nah an die Tomaten herangehen. Manche Gärtner setzen einen kleinen, leeren Blumentopf mit in den Gartenboden ein - und zwar so, dass der obere Rand des Topfes aus dem Boden herausragt. Dort hinein wird dann das Wasser vorsichtig gegossen.

Foliendach schützt vor Spritzwasser

Wichtig ist auch, dass die Tomaten nicht im Regen stehen, damit ebenfalls kein Spritzwasser an die Blätter gelangt. Tomaten im Kübel also am besten unter einen Dachvorsprung ziehen und Tomaten im Beet mit einem Foliendach schützen. Wer die untersten Tomatenblätter ganz ausbricht, geht auf Nummer sicher, dass kein Wasser an die empfindlichen Blätter gelangt.

Widerstandsfähige Sorten

Tomatensorten, die überhaupt nicht an der Braun- und Krautfäule erkranken können, gibt es nicht. Früher oder später erwischt es die Pflanzen, aber der Zeitpunkt kann durch die Vorsichtsmaßnahmen etwas verzögert werden. Einige Sorten sind allerdings widerstandsfähiger. Dazu gehören unter anderem "Philovita", "De Berao" und "Phantasia".

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 23.04.2016 | 06:50 Uhr