Stand: 31.10.2014 17:57 Uhr

NDR Rundfunkrat diskutiert Ukraine-Berichterstattung

Der NDR Rundfunkrat hat sich in seiner Sitzung am Freitag, 31. Oktober, erneut mit der ARD-Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt befasst. In der Diskussion würdigten die Mitglieder des Gremiums die überaus verantwortungsvolle und hoch anzuerkennende Arbeit der Korrespondentinnen und Korrespondenten in Kriegs- und Krisengebieten.

Ute Schildt © NDR
Ute Schildt, SPD Mecklenburg-Vorpommern

Ute Schildt, Vorsitzende des Rundfunkrats: "Die Menschen in Deutschland nehmen an den Ereignissen in der Ukraine und an der historischen Einordnung des Geschehens intensiv Anteil. Das zeigen nicht zuletzt zahlreiche, zum Teil auch sehr kritische Meinungsäußerungen des Publikums. Unter Kriegsbedingungen ringen die Berichterstatter täglich darum, Fakten, Meinungen und Eindrücke der Situation festzuhalten und auf Wahrhaftigkeit zu prüfen. Dabei gehen sie oft an ihre physischen und psychischen Grenzen." Vor diesem Hintergrund sei es bedrückend, dass die Reporter im Internet Anfeindungen bis hin zu massiven persönlichen Bedrohungen ausgesetzt seien.

Die Journalistinnen und Journalisten, die täglich über den Konflikt berichten, müssen weiterhin - z. B. in Form temporärer personeller Verstärkung - die nötige Unterstützung erhalten, damit sie trotz der extrem schwierigen Umstände den hohen Erwartungen gerecht werden können. Grundsätzlich appelliert der NDR Rundfunkrat an die ARD, für die Berichterstattung aus Kriegs- und Krisengebieten stets die notwendige personelle Unterstützung der Korrespondenten vor Ort sicherzustellen.

Nach dem NDR Staatsvertrag hat der Rundfunkrat die Aufgabe, den Intendanten in Programmfragen zu beraten. Ute Schildt: "Programmbeobachtung und Befassung mit Beschwerden sind die Grundlage einer konstruktiven kritischen Debatte. Wir führen sie, um dem hohen Qualitätsanspruch des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gerecht zu werden."