Stand: 02.02.2018 17:30 Uhr  | Archiv

NDR gilt als besonders glaubwürdig - Rundfunkrat begrüßt hohe Zustimmungswerte für den Sender

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Dr. Günter Hörmann, Verbraucherzentrale Hamburg e.V.

„Eine funktionierende Gesellschaft braucht Medien, denen die Menschen vertrauen - der NDR erfüllt diesen Anspruch.“ Mit diesen Worten fasste Dr. Günter Hörmann, der Vorsitzende des NDR Rundfunkrats, das Ergebnis zusammen, zu dem das Gremium in seiner Sitzung in Hamburg am Freitag, 2. Februar, nach eingehender Befassung mit aktuellen Daten aus der Medienforschung gekommen war. Dabei ging es vor allem um das Image des NDR: Was die Menschen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg über den NDR denken, hat das Marktforschungsinstitut GfK Media and Communication Research in einer repräsentativen Befragung von 3102 Erwachsenen (ab 14 Jahren) ermittelt.

Diese Trenduntersuchung wurde jetzt dem Rundfunkrat vorgestellt. Danach bewerten 88 Prozent der Norddeutschen den NDR als glaubwürdig. 90 Prozent finden, dass der NDR der Sender für Norddeutschland ist. Dass sie dem NDR vertrauen, sagen 83 Prozent. Damit kommt der NDR auf den zweithöchsten Zustimmungswert bei der Frage, welchen von 23 verschiedenen Institutionen, Einrichtungen und Firmen in Norddeutschland sie „voll und ganz“ bzw. „eher“ vertrauen. Nur für die Polizei liegt der Wert hier mit 84 Prozent noch höher.

Insgesamt schreiben die Menschen in Norddeutschland dem NDR eine Vielzahl positiver Eigenschaften zu: 94 Prozent empfinden den Sender als „freundlich“, beim Attribut „aktuell“ sind es 93 Prozent. Ähnlich groß ist die Zustimmung zu „informativ“ (92 Prozent), „regional“ (90 Prozent) und „sachlich“ (88 Prozent). So viele Menschen im Norden wie bei der Befragung ein Jahr zuvor, nämlich 68 Prozent, meinen, „Der NDR ist sein Geld wert.“ Unverändert bejaht werden auch die Aussagen „Der NDR hat sachkundige Reporter und Korrespondenten“ (80 Prozent), „bringt alles über meine Region“ (77 Prozent) und „vermittelt die Werte unserer Gesellschaft“ (69 Prozent).

Dr. Günter Hörmann: „Die Ergebnisse zeigen, dass die Menschen durchaus unterscheiden, wem sie mehr vertrauen und wem weniger. Die große Zustimmung für den NDR hinsichtlich Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind aus Sicht des Rundfunkrats besonders erfreulich.“

GfK Media and Communication Research hat die Telefoninterviews für die repräsentative Befragung im Auftrag des NDR vom 4. September bis zum 5. November 2017 durchgeführt. Die Ergebnisse sind unter www.ndr.de/der_ndr/daten_und_fakten online veröffentlicht.

Neben den Daten zu Akzeptanz und Image standen weitere wichtige Themen auf der Agenda des Rundfunkrats. Der NDR Rundfunkrat unterstützt die Entscheidung des Senders, im Verfahren zur Tagesschau-App Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht einzulegen. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Gremium einstimmig.

Unter dem Tagesordnungspunkt Sportrechteerwerb und Programmplanung in der ARD wies Axel Balkausky, Leiter der ARD Koordination Sport, als Gast der Sitzung auf die große Bedeutung der Sportberichterstattung im Fernsehen hin: Ihr Anteil am Gesamtprogramm des Ersten beträgt neun Prozent, ihr Anteil an der Nutzung hingegen 20 Prozent.

Schließlich befasste sich das Gremium mit mehreren Programmbeschwerden von Zuschauern und Hörern. Die Beschwerden waren zuvor im Rechts- und Eingabenausschuss beziehungsweise im Programmausschuss behandelt worden. Der Rundfunkrat sah die staatsvertraglich festgelegten Programmgrundsätze in keinem Fall verletzt und wies die Beschwerden ab.