Stand: 24.06.2020 13:12 Uhr

Für den Podcast Die Redaktion verkabelt durch den Arbeitstag

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Wie entstehen eigentlich Radio und Fernsehen bei NDR Info? Der Podcast Die Redaktion macht den Redaktionsalltag miterlebbar.

Was wird gesendet, was nicht und warum? Woher kommen unsere Informationen? Wie fallen Entscheidungen und was bewegt die Menschen, die das Programm machen? Um Hörer*innen einen Eindruck davon zu vermitteln, wie bei NDR Info gearbeitet wir, hat die Redaktion im vergangenen Jahr Kolleg*innen von NDR Info Radio verkabelt und ihren Redaktionsalltag mitgeschnitten: während der Frühsendung im Studio, bei der Suche nach Interviewpartner*innen in der Planung, bei Eilmeldungen im Newsroom. Entstanden sind daraus drei Folgen für den Podcast Die Redaktion.

Ungewöhnliche Eindrücke vom Arbeitsalltag bei NDR Info TV

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Ulrike Bosse von NDR Info Radio und ihre Kollegin Kerstin Klein von NDR Info TV sind die Hosts des Podcasts Die Redaktion.

Nun sind zwei neue Folgen des Podcasts entstanden: "Die Macht der Bilder" und "Teamwork im Fernsehstudio". Sie geben den Hörer*innen neue und ungewöhnliche Eindrücke von der Arbeit in der NDR Info Fernsehredaktion. Durch den Podcast führen Ulrike Bosse (NDR Info Radio) und Kerstin Klein (NDR Info TV). Die Redaktion hatten Gabriele Kostorz (Abteilungsleitung Ausland und Aktuelles) und Christiane Uebing (Leiterin Programmgruppe Politik und Aktuelles).

Kameramann im Studio von NDR Info © NDR Foto: Wolf-Hendrik Müllenberg

Die Redaktion - Teamwork im Fernsehstudio (5)

NDR Info - Infoprogramm -

Passt das Hintergrundbild? Stimmt das Licht? Welche Kamera nehmen wir? Für die Sendung ist Moderatorin Susanne Stichler auf das Team in Regie und Studio angewiesen.

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So arbeitet NDR Info TV

Für die Folge "Teamwork im Fernsehstudio" hat das Podcast-Team unter anderen auch den Fernsehredakteur Hendrik Backhus mit einem Mikrofon ausgestattet, das jedes seiner Worte aufgezeichnet hat - jedes. Hier schildert er seine Eindrücke.

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Hendrik Backhus gibt im Podcast Die Redaktion Eindrücke aus seinem Arbeitsalltag.

"Als Fernsehjournalist kennt man folgenden Satz von vielen Drehs: 'Tun Sie so, als sei die Kamera gar nicht da.' Das ist die klassische, gut gemeinte Ansage an die Protagonist*innen - mal mehr, mal weniger zielführend. Nun hatte es also mich 'erwischt', relativ plötzlich und unerwartet - als Redakteur vom Dienst (RvD) bei NDR Info TV. Zwar war ich nicht im Bild, aber immerhin im Ton. Eine RvD-Schicht lang war ich durchgehend verkabelt - die Privatsphäre dahin, bis auf den WC-Bereich, bestenfalls. Jede kleine 'Kommunikationspanne', jedes schlechte Argument, jeder platte Witz - gnadenlos 'on tape'. Da macht man sich schon so seine Gedanken."

"Aber der bestimmt freundliche Blick meiner Radiokollegin Ulrike Bosse, die das Projekt federführend betreut hat, machte an jenem Morgen schnell klar: Ein Zurück wird es nicht geben. Also, die nächsten acht Stunden möglichst geschliffen formulieren, rhetorisch am Rande der Perfektion unterwegs sein? Alles Quatsch, spätestens fünf Minuten, nachdem dieses kleine Ding namens Mikrofon an meinem Hemdkragen klebte, waren etwaige Vorsätze passé und ein, nennen wir es mal 'verbaler Automatismus', setzte ein."

"Unser Job lebt von schnellen spontanen Entscheidungen"

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"Themenvorstellung, Diskussionen über den Aufbau der Sendung, Bildabsprache, Moderationen gegenchecken, eine letzte Anweisung oder Umstellung aus der Regie: Unser Job lebt von der Kommunikation, von schnellen, spontanen Entscheidungen. Und das funktioniert nicht, wenn man sich jedes Wort, jeden Satz vorher zurechtlegen würde. Da ist der sprachlich vielleicht nicht ganz saubere, aber sofort verständliche Halbsatz, schräg über die Sendeinsel Richtung Redaktionsassistenz in den Raum geworfen, wesentlich zielführender."

"Ob verkabelt oder nicht, die Zeit ist dann auch an diesem Tag schnell vergangen, wie immer mit dem Wunsch und Ziel verbunden, zwei vorzeigbare Ausgaben von NDR Info zu produzieren. Und ich kann den Hörern*innen unseres Podcast versprechen, dass sich der Weg zur Sendung aus dem Munde des RvD genauso anhört. Unverstellt, authentisch und hoffentlich auch informativ und unterhaltsam. In diesem Sinne: Mir hat es Spaß gemacht."