Stand: 20.01.2012 11:09 Uhr

"Per l‘Orchestra die Dresda" - Concerto Köln und Barockdiva Simone Kermes bei NDR Das Alte Werk

Konzert: Donnerstag, 26. Januar, 20.00 Uhr, Hamburg, Laeiszhalle Sendung: Sonntag, 19. Februar, 11.00 Uhr, NDR Kultur

"Per l‘Orchestra die Dresda" lautet das Motto im vierten Abo-Konzert der Reihe NDR Das Alte Werk: Die sagenhafte sächsische Hofkapelle aus der Zeit Augusts des Starken gab dem Programm den Namen. Am Donnerstag, 26. Januar, ab 20.00 Uhr lassen das Concerto Köln und die allerorten gefeierte Barockdiva Simone Kermes in der Hamburger Laeiszhalle diese Goldene Ära der Barockmusik wieder aufleben: mit virtuoser, verwegener und verwirrender Musik aus und für Dresden - von Vivaldi und seinem Meisterschüler Pisendel, von Telemann und Quantz. NDR Kultur sendet eine Aufzeichnung des Konzerts am Sonntag, 19. Februar, ab 11.00 Uhr.

Unter dem sächsischen Kurfürsten und polnischen König August dem Starken, der aus machtstrategischen Motiven zum Katholizismus konvertiert war, und seinem Sohn und Thronfolger, Friedrich August II., glänzte der Dresdner Hof als ein festlicher Schauplatz der schönen Künste und irdischen Vergnügungen. Architektur, Malerei, Musik, Oper und Theater erlebten eine fast beispiellose Hochblüte.

"Ich beschreibe hier den prächtigsten und galantesten Hof der Welt", erklärte 1718 ein reisender Gelehrter. Dresden erschien ihm als "ein recht bezauberndes Land, welches sogar die Träume der alten Poeten noch übertrifft". Auch der heutige Betrachter dieser glamourösen barocken Szenerie kommt aus dem Staunen nicht heraus, wenn er die klangvollen Namen der Musiker liest, die damals den fabelhaften Ruf der "Königlich Pohlnischen und Churfürstlich Sächsischen Capell- und Cammer-Musique" begründeten.

Zwei von ihnen beschwört das Programm des Concerto Köln aus der großen Vergangenheit herauf: den Konzertmeister Johann Georg Pisendel, der eine raffinierte Suite französischer Tänze schuf, und den Flötisten Johann Joachim Quantz, der später als Flötenlehrer Friedrichs des Großen Berühmtheit und Autorität gewinnen sollte. Von Quantz wird eine Motette für Solosopran zu hören sein, seinerzeit noch für einen Kastraten bestimmt, heute eine virtuose Herausforderung für die Sopranistin Simone Kermes (die obendrein zwei fulminante und phantastische Arien aus Opern von Antonio Vivaldi gestaltet).
Bei Vivaldi in Venedig hatte Pisendel Unterricht genommen und seine Meisterschaft auf der Violine vervollkommnet. Für seinen Schüler und das ganze illustre "Orchestra di Dresda" schrieb Vivaldi sein Concerto in g-Moll RV 577, ein "concerto con molti Istromenti", ein Konzert für lauter Solisten. Auch der Hamburger Musikdirektor Georg Philipp Telemann komponierte für die "genug bekannten dresdenschen, ausbündigen Virtuosen": das Konzert in F-Dur TWV 51:F4, eine verwegenen Mischung aus Violinkonzert, Ensemblemusik und Orchestersuite. Glückliches Dresden! Und glücklicheres Hamburg, wenn diese Goldene Ära der Musikgeschichte in die singende, klingende Gegenwart zurückkehrt.

Konzertprogramm:
Johann Georg Pisendel: Imitation des Caractères de la Danse
Antonio Vivaldi: Concerto g-Moll "per l´Orchestra di Dresda" RV 577
Johann Joachim Quantz: Motetto "Exultate o stellae beatae"
Georg Philipp Telemann: Konzert F-Dur TWV 51:F4
Antonio Vivaldi: Arie "Gelido in ogni vena" aus "Farnace"
Antonio Vivaldi: Arie "Tra le follie" aus "L‘Olimpiade"

Karten gibt es für 9,- bis 35,- Euro (zuzüglich 10 Prozent Vorverkaufsgebühr) im NDR Ticketshop, Levantehaus, Mönckebergstraße 7, 20095 Hamburg, Tel.: 0180/178 79 80 (bundesweit zum Ortstarif aus dem deutschen Festnetz, maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz), online unter ndrticketshop.de, E-Mail: ticketshop@ndr.de, sowie an bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.
Weitere Informationen: www.NDR.de/dasaltewerk

20. Januar 2012 / RC

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