Stand: 31.08.2011 17:00 Uhr

NDR Jahresempfang in Flensburg: Regionalberichterstattung ist wichtiges Stück Heimat

Intensiv über den Norden Schleswig-Holsteins zu berichten, dabei den Blick auch auf die Region hinter der Grenze zu richten und Brücken nach Dänemark zu bauen - diesen Auftrag hat das NDR Studio Flensburg seit seiner Gründung vor mehr als 60 Jahren erfolgreich erfüllt. Das bescheinigten dem nördlichsten Rundfunkstudio in Deutschland übereinstimmend Emil Schmalfuß, Minister für Justiz, Gleichstellung und Integration des Landes Schleswig-Holstein, und NDR Intendant Lutz Marmor beim Jahresempfang des NDR. Der Sender hatte dazu für Mittwoch (31. August) nach Flensburg eingeladen.

Minister Schmalfuß gratulierte dem NDR in Vertretung von Ministerpräsident Carstensen, der aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen musste. Es gebe mehrere gute Gründe zum Loben und zum Feiern, sagte Schmalfuß: "Das Studio Flensburg blickt zurück auf 60 erfolgreiche Jahre. Seit 60 Jahren gibt es die beliebte Hörfunksendung 'Von Binnenland und Waterkant‘, und 25 Jahre jung ist das 'Schleswig-Holstein-Magazin‘, das jeden Abend viele Zuschauer erreicht", sagte er. Die Berichte aus dem Norden für den Norden seien ein Stück Heimat, das niemand mehr missen wolle. Der Minister appellierte an den Sender, auch in Zukunft ein qualitativ hochwertiges Programm bei möglichst niedrigen Kosten anzubieten. Er begrüße es, dass der NDR seine Zusammenarbeit mit anderen Rundfunkanstalten wie dem WDR ausbauen wolle, beispielsweise durch zusätzliche Kooperationen bei den Hörfunknachrichten und beim Nachtprogramm.

NDR Intendant Marmor zeigte sich erfreut über die hohe Wertschätzung der Schleswig-Holsteiner für "ihren" NDR und seine Programme. "Schleswig-Holstein ist NDR Land", so Marmor. "Im nördlichsten Bundesland erreicht das NDR Fernsehen regelmäßig mit Abstand die höchsten Quoten - in diesem Jahr knapp 10,0 Prozent -, es hat die jüngsten Zuschauerinnen und Zuschauer, und unter den Radioprogrammen in Schleswig-Holstein ist die NDR 1 Welle Nord Marktführer." Möglichst vielen Menschen attraktive Programmangebote zu machen und dabei hohe qualitative Standards einzuhalten, sei das Ziel des Senders. Marmor: "Wir wollen in Norddeutschland, aber auch bundesweit, ein Anker für informative Berichterstattung und Qualitätsjournalismus sein."

Marmor ging in seiner Rede auch auf die Reform der Rundfunkfinanzierung ein. "Ich begrüße es, dass die Länder das neue Modell der Haushaltsabgabe entwickelt haben - es ist nicht ganz einfach, dabei die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen. Dass den Landesregierungen diese Kraftanstrengung gelungen ist, ist auch ein Bekenntnis zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ich bin zuversichtlich, dass die Neuregelung von allen Landesparlamenten verabschiedet wird."

NDR Landesfunkhausdirektor Friedrich-Wilhelm Kramer wies in seiner Begrüßung auf die prägende Wirkung der deutsch-dänischen Beziehungen für die journalistische Arbeit im Studio Flensburg hin. "Hier, wo der Norden am nördlichsten ist, ist das Deutsch-Dänische Teil der regionalen Kompetenz des NDR in Schleswig-Holstein - und natürlich gehören auch das Friesische und das Plattdeutsche dazu. Deutsch und Dänisch, Friesisch und Plattdeutsch: Flensburg ist ein Studio mit vier Sprachen, an der Grenze zweier Länder."

Mehr als 400 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und Sport waren der Einladung von Intendant Marmor und Landesfunkhausdirektor Kramer zum Jahresempfang im Deutschen Haus in Flensburg gefolgt. Zuletzt hatte der NDR in Schleswig-Holstein aus diesem Anlass vor fünf Jahren ins Kieler Landesfunkhaus gebeten.


31. August 2011/MG

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