Stand: 23.04.2010 11:52 Uhr

Verdrängungskampf auf dem Büchermarkt - Kleinverleger gegen große Buchhandelsketten

Sendung: Montag, 26. April, 22.30 Uhr, "Kulturjournal", NDR Fernsehen

Kleinverleger beklagen im "Kulturjournal" des NDR Fernsehens die Machtkonzentration auf dem Büchermarkt und die Geschäftsgebaren der großen Buchhandelsketten wie Thalia oder Hugendubel. "Es geht nie um die Qualität der Literatur, es geht nicht um den Namen der Autoren, das ist alles egal - es geht immer nur ums Geld, um die Warenförmigkeit", sagt Jörg Sundermeier vom Verbrecher Verlag (Berlin) im NDR "Kulturjournal". Auch Verleger Stefan Weidle (Weidle Verlag, Bonn) äußert sich kritisch: "Denen wäre es egal, ob sie nun Parfums verkaufen oder Bücher. Das ist nicht mehr der Buchhandel, wie er früher mal war."

Allein Thalia hat in den letzten vier Jahren rund 100 neue Läden eröffnet und fordert laut Branchenvertretern von den Verlagen oft hohe Rabatte oder Geld für die verkaufsfördernde Präsentation der Bücher in den Filialen. Doch kleine Verlage können sich das nach eigenen Angaben nicht leisten, sie haben nicht genug Geld, um in die Auslage zu kommen oder in die Kundenzeitschriften der Buchhandelsketten. Jörg Sundermeier sagt dazu im NDR "Kulturjournal": "Es geht dann wirklich in die Zehntausende, die man dafür zahlt, dass das Buch an relevanten Orten und in großer Stückzahl ausgelegt wird. Und dann gibt es Kundenzeitschriften, in denen natürlich so gut wie jeder Beitrag auch mit dem Verlag abgesprochen und gekauft ist."

Den kompletten Beitrag über den Kampf auf dem Büchermarkt und die Verdrängung kleiner Verlage zeigt das NDR Fernsehen am Montag, 26. April, 22.30 Uhr im "Kulturjournal".

Zitate frei bei Nennung "Kulturjournal, NDR Fernsehen".

23. April 2010/RC

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