Stand: 26.01.2011 09:14 Uhr

Klaus Michael Kühne kritisiert HSV

von Lars Pegelow

Unternehmer Klaus Michael Kühne, der im vergangenen Jahr 12,5 Millionen Euro in den HSV investiert hat, hat sich kritisch mit der Situation des Vereins auseinander gesetzt. Unabhängig von der Absage Matthias Sammers sieht Kühne strukturelle Defizite beim HSV - ob er dem Verein in Zukunft noch einmal mit Millionensummen helfen will, ließ er im Gespräch mit NDR 90,3 offen.
Das Bild, das Klaus Michael Kühne vom HSV zeichnet, ist nicht positiv. Der Verein müsse sein Image verbessern, um wieder attraktiv für Topspieler zu werden, fordert der 73 Jahre alte Unternehmer. Dazu sei ein exzellenter Trainer notwendig...
KÜHNE : "...und natürlich die sportliche Führung, nicht nur die gute kaufmännische Führung, die zweifellos vorhanden ist. Gerade von der sportlichen Seite war das Management nicht so, wie sich das gehört für einen Spitzenverein, dass sie ihr Leistungsvermögen entwickeln und wesentlich stärken."
Kühne träumt, wie er sagt, nach wie vor von einer Rückkehr des Mittelfeldstars Rafael van der Vaart - dem HSV fehle ein Regisseur, so Kühne. Geschäftssinn treibe ihn beim Investment in den Verein weder jetzt noch in Zukunft an.
KÜHNE :"Ich rechne auch gar nicht damit, dass ich von den 12,5 Millionen einen Rückfluss haben werde. Es ist Begeisterung für den Verein. Ich werde auch nur dann etwas tun, wenn es von allen gewünscht wird, deswegen sollte man alle kritischen Aspekte aus dem Thema heraus nehmen."
Was aktuelle Probleme angeht, hat Kühne ganz konkrete Vorschläge: die Ursache für die vielen Verletzungen der Vergangenheit lägen in der ärztlichen Betreuung und in den Trainingsmethoden, vermutet Kühne - da sollten mal neue Leute kommen.

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