Stand: 21.01.2010 16:01 Uhr

Erpressungsvorwürfe /Korrektur

von Volker Frerichs



Erpressungsvorwürfe
Die in der Bürgerschaft vertretenen Parteien haben den Baukonzern Hochtief scharf kritisiert. Das Unternehmen versuche offenbar die Stadt zu erpressen, sagten Abgeordnete im Gespräch mit NDR 90,3. Hochtief hatte zuvor angekündigt, dass sich die Bauzeit der Elbphilharmonie deutlich verlängern könnte.
Kommt die Elbphilharmonie noch ein Jahr später? Diese Drohung des Baukonzerns Hochtief steht im Raum. Ein klarer Fall, meint GAL-Fraktionschef Jens Kerstan:

O-Ton Kerstan: "Hochtief droht mit späterer Baufertigstellung, um Geld von der Stadt zu erpressen. Aber dieses Spiel wird nicht aufgehen, weil wir uns von Hochtief nicht erpressen lassen werden."

Oppositionsführer Michael Neumann von der SPD gibt ihm Recht. Und verweist in diesem Zusammenhang auf frühere Warnungen der Sozialdemokraten:

O-Ton Neumann: "Leider ist genau das eingetreten, was wir befürchtet haben. Wir sind jetzt an der Angel dieses Investors. Und bedeutet, dass wir in einer furchtbaren Erpressungssituation sind finanziell und auch organisatorisch, was den Starttermin angeht."

Neben mehr Zeit will Hochtief für den Bau des Konzerthauses auch mehr Geld von der Stadt Hamburg. Nachforderungen in Millionenhöhe? Ein Unding, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Frank Schira:

O-Ton Schira: "Diese pauschalen Forderungen und die auch die zeitlichen Verzögerungen von Hochtief kann man sich nicht gefallen lassen und darf man sich auch nicht gefallen lassen. Und das muss jetzt einer richtigen Prüfung unterzogen werden und dann müssen daraus auch die Konsequenzen gezogen werden."

Welche Konsequenzen das sein könnten, das CDU-Fraktionschef Schira allerdings offen.

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