Stand: 02.08.2023 15:33 Uhr

Spektakuläre Reise durchs Nordpolarmeer: Drehstart für ARD-Dokumentation „ArcWatch - Hoffnung im Eis“ (AT)

Sie entdecken die neue Arktis im nicht mehr ewigen Eis. Die Wissenschaftler*innen um Expeditionsleiterin Antje Boetius wollen die Auswirkungen des Meereis-Rückgangs auf das Ozeansystem erkunden und erforschen, wie sich der Kreislauf des Lebens in der Arktis verändert. Der NDR ist mit an Bord und dokumentiert in Zusammenarbeit mit UFA Documentary exklusiv für das Erste und die ARD Mediathek die zweimonatige Expedition, die das Alfred-Wegener-Institut (AWI) aus Bremerhaven organisiert. Zu den Protagonist*innen auf dem Forschungsschiff „Polarstern“ gehört auch die renommierte Wissenschaftsfotografin Esther Horvath.  

Antje Boetius, Direktorin Alfred-Wegener-Institut und Expeditionsleiterin: „Auf meiner 50. Internationalen Tiefseeexpedition geht es darum, an Orte im Arktischen Ozean wiederzukehren, die eine Art zweite Heimat geworden sind. Seit meiner ersten Expedition ins Eis vor 30 Jahren will ich wissen, wie das Leben in einem eisbedeckten Ozean funktioniert, bis unten in die Tiefsee. Die Arktis ist einer der Hotspots des Klimawandels, das schrumpfende Meereis verändert diesen einzigartigen Lebensraum schnell. Wir wollen dokumentieren, ob und wie sich die Lebewesen des arktischen Ozeans anpassen.“ 

Juliane von Schwerin Leiterin Programmbereich Gesellschaft NDR: „Miterleben, wie sich die Arktis verändert, direkt durch die Augen der Forscherinnen und Forscher - das ist ein exklusiver Zugang, den wir als ARD gemeinsam mit der UFA Documentary unserem Publikum bieten können. Ich freue mich auf bildgewaltige Eindrücke und die Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschung. Die Reise verspricht einmalige Einblicke in ein Ökosystem, dessen Entwicklung für uns alle elementare Bedeutung hat.“   

Marc Lepetit, Produzent und Geschäftsführer UFA Documentary: „Für uns ist es ein Privileg, dass wir als UFA Documentary mit Antje Boetius und ihrem Team exklusiv Zeit auf der „Polarstern“ verbringen dürfen und mit ArcWatch – Hoffnung im Eis (AT) eine weitere Dokumentation produzieren können. Unser Team wird alles dafür tun, beeindruckende Bilder auf und unter dem Eis zu produzieren, um den Zuschauer*innen zu zeigen, was uns erwartet und wohin die Reise der Menschheit gehen könnte.“ 

Über die Expedition 

Die Expedition ArcWatch ist die Fortsetzung der IceArc Expedition (2012). Das Forschungsteam der ArcWatch will herausfinden, wie sich die schnelle Erwärmung der Arktis und der Rückgang des Meereises auf das gesamte Ozeansystem von der Oberfläche bis in die Tiefsee auswirkt und wie sich das biologische Netzwerk des Lebens an die „Neue Arktis“ anpasst. Dabei wird die Biologie, Chemie und Physik des Meereises mittels einer Reihe bewährter und neuer Technologien analysiert.  

Bereits vor elf Jahren forschte Meeresbiologin Antje Boetius darüber auf der IceArc Expedition, nun soll der Zustand erneut erfasst werden. Die Untersuchungen finden, wie im Jahr 2012, in der Eisrandzone und in der zentralen Arktis statt. Außerdem werden auch Stationen der MOSAiC-Expedition (2019/2020) wiederholt. Mit an Bord der Expedition ArcWatch sind über 50 internationale wissenschaftliche Fahrtteilnehmende. Beteiligt sind 24 Institutionen aus acht Nationen.  

Über die Protagonistinnen 

Antje Boetius ist eine der renommiertesten Meeresforscherinnen weltweit. Sie ist Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts und kehrt nach 12 Jahren als Expeditionsleiterin von ArcWatch zurück ins Eis.   

Esther Horvath ist eine der führenden Polar- und Wissenschaftsfotografinnen. Sie hat bereits die MOSAiC-Expedition mit ihrer Kamera begleitet und wurde für ein Foto von dieser Forschungsreise mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet.  

Die Expedition endet voraussichtlich am 1. Oktober. Die Dokumentation soll als Reihe in der ARD Mediathek und im Weihnachtsprogramm des Ersten ausgestrahlt werden. 

2. August 2023/WH 

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