Stand: 01.02.2015 11:00 Uhr

NDR Kultur "Wissen": "Geschichte von Steuern und Abgaben"

Sendung: dienstags, 9.20 Uhr, NDR Kultur

"Steuern zu erheben heißt, die Gans so zu rupfen, dass man möglichst viele Federn mit möglichst wenig Gezische bekommt", so Jean Colbert, Finanzminister Ludwig XIV. in Frankreich. In der neuen "Wissen"-Reihe auf NDR Kultur unternimmt Anette Schneider vom 3. Februar an in acht Folgen immer dienstags um 9.20 Uhr eine akustische Reise durch die "Geschichte von Steuern und Abgaben" - quer durch Epochen und Kulturen.

Schon in der Antike boomte der Erfindungsreichtum für immer neue Steuern. Das setzt sich bekanntermaßen bis heute fort. Doch manche sind uns gar nicht mehr bewusst: So wurde vor Jahrhunderten die Stempelsteuer eingeführt. Und bis heute müssen wir auf Behörden per Stempel und gegen Gebühr unsere Existenz beurkunden lassen.

Das "Gezische" wurde aber schon im alten Rom - oder besser gesagt in den Provinzen des römischen Weltreiches laut. Das Sichwehren gegen ungerechte Steuern ist so alt wie die Abgaben selbst. Thomas Müntzer war 1525 nicht der erste und nicht der letzte, der mit Tausenden in den Krieg gegen die Ansprüche der Obrigkeit - und ihr "Rupfen" zog. In der Revolution von 1848 wurde zum Steuerstreik aufgerufen. Aber losgeworden sind wir sie nicht, zumindest nicht alle. Die Hockersteuer, die abends zechende Kneipengäste traf, ist zum Glück gefallen.

1. Februar 2015/RP

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