Stand: 27.11.2015 10:38 Uhr

"Das Paris-Protokoll": NDR begleitet Delegierte des Weltklimagipfels

In Paris ringen Experten und Regierungen aus aller Welt vom 30. November bis zum 11. Dezember um die Rettung des Weltklimas. Mit dem multimedialen Projekt "Das Paris-Protokoll" blicken das NDR Fernsehen, die Radiosender NDR Info und N-JOY sowie tagesschau24 und tagesschau.de hinter die Kulissen und begleiten sieben Regierungsdelegierte und Berater. Diese Gipfel-Teilnehmer aus unterschiedlichen Ländern - von Deutschland bis Russland, von den USA bis Gambia - werden im Rahmen des Projekts schildern, wie sie die Verhandlungen und Gespräche erleben und Zuschauern, Radiohörern und Usern Informationen und Einschätzungen aus erster Hand bieten. Dabei sind:

Ilka Wagner, stellvertretende Delegationsleiterin für Deutschland: Sie hält in der Delegation die Fäden zusammen und koordiniert die bilateralen Gespräche. Deutschland will die alte Trennung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern überwinden und Schwellenländer wie Indien in den Klimaschutz einbinden. Gleichzeitig hat Deutschland mit einer starken heimischen Energielobby zu kämpfen.

Oleg Shamanov, Delegationsleiter Russland: Die russische Wirtschaft wird vor allem von fossilen Brennstoffen mit ihren CO2-Abgasen angetrieben. Shamanov drängt darauf, den Klimaschutz nicht allein am CO2-Ausstoß festzumachen und fordert ein realistisches Abkommen.

Susheel Kumar, Delegation Indien: Wie viele Schwellenländer sieht auch Indien die Verantwortung für den Klimaschutz zuvorderst bei den Industrienationen. Schließlich soll die heimische Wirtschaft erst einmal wachsen, damit die Menschen zu Wohlstand kommen.

Bubu Jallow, Delegation Gambia: Sein Land leidet massiv unter der Klimaerwärmung, doch Gambias Argumente verhallen meist ungehört. Jallows Optimismus, diesmal einen Durchbruch zu schaffen, ist dagegen ungebremst.

Saleem ul Huq, Bangladesch, Berater von Entwicklungsländern: Gilt vielen als graue Eminenz bei den Klimagipfeln. Er lässt sich aus den Verhandlungen berichten, gibt Tipps zu Strategien und Formulierungen. Ul Huq will den ärmsten Ländern eine Stimme gegen die Industrienationen verleihen.

Hans Verolme, Niederlande, Berater mehrerer asiatischer, amerikanischer und afrikanischer Staaten: Ein einflussreicher Berater im Hintergrund, der nicht über seine Auftraggeber redet und für sich in Anspruch nimmt, die Folgen der Formulierungen eines Abkommens sofort abschätzen zu können.

Jennifer Morgen, USA, Klimaschutzexpertin in einem Think Tank in Washington: Sie reist seit eineinhalb Jahren rund um den Globus, um für ein ambitioniertes Abkommen zu werben, das den Weg weist in eine Weltwirtschaft ohne CO2. Dafür musste sie selbst die Entscheidung treffen, wie viel Idealismus man sich bei dieser Arbeit überhaupt leisten kann.

Die Radioprogramme NDR Info und N-JOY, der Nachrichtenkanal tagesschau24 sowie die Online-Plattform tagesschau.de berichten täglich über die Arbeit der sieben Delegierten und Berater. Alle Beiträge werden auch auf www.parisprotokoll.de gesammelt. Das NDR Fernsehen zeigt in der Dokumentation "Das Paris-Protokoll" am Mittwoch, 16. Dezember, um 0.10 Uhr, wie die Verhandlungen gelaufen sind und was die Sieben während des Gipfels dazu noch nicht öffentlich sagen wollten.

"Das Paris-Protokoll" ist eine Produktion von freeeye.tv im Auftrag des NDR mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung.

27. November 2015 / IB

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