Stand: 14.11.2013 11:07 Uhr  | Archiv

Elbphilharmonie eröffnet - aber nur in Klein

Bauverzögerungen, Kostenexplosion, Fehlplanungen: Die Klein-Ausgabe der Elbphilharmonie im Hamburger Miniatur Wunderland konnte sich mit ihrer großen Schwester in Sachen Pleiten, Pech und Pannen während der Bauphase durchaus messen. Doch anders als das nur wenige Hundert Meter entfernte Original, das noch immer eine Baustelle ist, wurde das Mini-Konzerthaus inzwischen eröffnet.

Eine zweite Elbphilharmonie für Hamburg

Bauzeit verdoppelte sich, Kosten stiegen

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Man hätte es ahnen können: Bereits bei der Grundsteinlegung trieb sich auf der Baustelle ein Geld verschlingendes Monster herum.

Eigentlich sollte das Bauprojekt im Hamburg-Abschnitt des Wunderlandes, das außer der Mini-Philharmonie noch zehn Gebäude der Hafencity umfasst, bereits im Mai 2013 abgeschlossen sein. Doch es kam anders: Die Baukosten stiegen von den veranschlagten 200.000 Euro auf rund 350.000 Euro, aus 5.500 Arbeitsstunden wurden 13.000. Statt nur etwa sechs Monate dauerte es von der Grundsteinlegung im November 2012 bis zur Fertigstellung des Mini-Mammutprojekts genau ein Jahr.

Das sind immer noch Zahlen, von denen die Verantwortlichen der echten Elbphilharmonie, die voraussichtlich 2017 eröffnet wird, nur träumen können: Das 82 Zentimeter hohe Mini-Konzerthaus entstand in einem Zehntel der Bauzeit und verursachte lediglich ein Zweitausendstel der Baukosten des Originals. Zeit und Nerven kostete die Bauherren vor allem, die für den Bau notwendigen Acrylscheiben von Folie zu befreien. Allein dieser Vorgang dauerte zehn Wochen.

Miniatur Wunderland Hamburg

Kehrwieder 2, Block D
20457 Hamburg (Speicherstadt)
Tel. (040) 300 68 00

täglich geöffnet, auch an Feiertagen
weitere Infos auf der Website des Miniatur Wunderlandes

Anreise: mit der Linie U 3 bis Baumwall, von dort sind es etwa 5 Minuten zu Fuß

Viele technische Raffinessen

Miniatur-Elbphilharmonie und Hafencity entstanden auf einer Fläche von sechs Quadratmetern im Maßstab 1:130 zum Original. Wie immer warten auf die Besucher viele technische Raffinessen: So lässt sich der Konzertsaal per Knopfdruck öffnen, damit Neugierige einen Blick ins Innere werfen können. Zu hören gibt es ein Miniatur-Konzert.

Einweihung mit dem NDR Sinfonieorchester

Die Einweihung am Mittwochabend wurde im Rahmen einer Benefizveranstaltung gefeiert, bei der auch das NDR Sinfonieorchester als künftiges Residenzorchester der Elbphilharmonie unter Leitung von Chefdirigent Thomas Hengelbrock auftrat. Beim Festakt waren unter anderem Hamburgs Kultursenatorin Barbara Kisseler und Christoph Lieben-Seutter, der Generalintendant der Elbphilharmonie, dabei.

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