Stand: 12.01.2016 14:44 Uhr

Mittelmeerkost hält das Gehirn fit

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Olivenöl ist wesentlicher Bestandteil der Mittelmeerküche.

Mediterrane Kost genießt seit jeher den Ruf, abwechslungsreich und gesund zu sein. Kein Wunder: Auf dem Speiseplan der Südeuropäer stehen neben frischem Obst und Gemüse vor allem viel Fisch und Meeresfrüchte, gesunde Gewürze, kalt gepresstes Olivenöl und auch ab und an ein Gläschen Rotwein. Wichtig sind nicht nur die einzelnen Lebensmittel, sondern auch das Prinzip: Frisch, regional, saisonal und abwechslungsreich soll die Ernährung sein.

Orangen

Mit dem richtigen Essen das Gehirn fit halten

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Mit der richtigen Ernährung bleibt man geistig länger fit. Grundlage ist dabei die Mittelmeerkost: viel Fisch, reichlich Obst und Gemüse der Saison - und ab und an ein Glas Wein.

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Mediterrane Ernährung kann Ausbruch von Alzheimer verzögern

Aktuelle Studien zeigen jetzt, dass eine Umstellung auf Mittelmeerkost nicht nur den Körper, sondern auch den Geist im Alter fit hält. Demnach hat die mediterrane Ernährung einen direkten schützenden Effekt auf das Gehirn - und kann dadurch sogar helfen, den Ausbruch von Alzheimer hinauszuzögern und den Verlauf einer Demenzerkrankung zu verlangsamen.

Für eine konsequente und dauerhafte Nahrungsumstellung ist es auch im Alter nie zu spät. Zucchini, Avocado und Auberginen wirken mit dem schützenden Stoff Stigmasterin im Gehirn gegen gefährliche Plaques. Lachs und Forellen enthalten viele gesunde Omega-3-Fettsäuren, wobei eine davon - die Docosahexaensäure (DHA) - besonders vor Alzheimer schützen soll.

Typisch für Mittelmeerkost: Kräuter statt Salz

Weiter wirkt der Verzehr von gesunden Ölen wie Olivenöl und Nüssen aktiv gegen Diabetes und senkt das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko. Gewürzt wird mit Knoblauch, Schnittlauch, Thymian, Rosmarin und anderen frischen Kräutern - das spart Salz. Zur mediterranen Kost gehört aber auch ein mäßiger Fleischverzehr. Am besten ist Wild, da frei lebende Tiere die Eigenschaft besitzen, ebenfalls Omega-3-Fettsäuren im Muskelfleisch anzureichern und zudem nicht so fett sind wie Masttiere.

Interviewpartner im Beitrag:

Prof. Michael T. Heneka
Neurologe
Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen
c/o Klinik und Poliklinik für Neurologie
Sigmund-Freud-Straße 25
53105 Bonn
Tel. (0228) 28 71 30 91
Fax (0228) 28 71 31 66
Internet: www.dzne.de/

Prof. Tobias Hartmann
Neurobiologe
Leiter des Deutschen Instituts für Demenzprävention
Universitätsklinikum des Saarlandes
Kirrberger Straße
66421 Homburg
Tel. (06841) 162 41 03
Fax (06841) 162 41 37
Internet: www.uniklinikum-saarland.de/

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Visite | 12.01.2016 | 20:15 Uhr