Stand: 20.01.2015 11:03 Uhr  | Archiv

Was tun bei einem Gerstenkorn?

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Ein Gerstenkorn ist unangenehm und juckt.

Die Lider sind gerötet, das Auge juckt. Dann bildet sich ein kleiner, punktförmiger Eiterherd, und das Gerstenkorn ist da. Die schmerzhafte Schwellung am Augenlid plagt viele Menschen und entsteht durch eine akute Entzündung der Drüsen, die sich am Lid befinden. Dort sammelt sich Eiter, das dem Gerstenkorn seine typische gelbe Farbe gibt.

Unsere Haut besitzt einen Schutzfilm, der auch die Lidhaut bedeckt. Durch ein sehr trockenes Auge kann der Schutzfilm unterbrochen werden. Die Folge: Bakterien können in die Lidranddrüsen eindringen und eine Entzündung hervorrufen. Auch Kosmetika oder Salben zum Abschminken können den Schutzfilm der Haut schädigen und damit die Entstehung von Gerstenkörnern begünstigen. Tritt ein Gerstenkorn häufiger auf, sollte in jedem Fall ein Augenarzt aufgesucht werden - manchmal stecken eine Diabetes, eine Immunschwäche oder selten ein Tumor dahinter.

Kontrolle beim Augenarzt

Bei der Behandlung eines Gerstenkorns kommt es auf größte Vorsicht und Hygiene an. Auf keinen Fall sollte man daran herumpulen, denn sonst kann sich die Entzündung über das ganze Auge ausbreiten. Eine Thrombose oder eine Hirnhautentzündung können dann schwerwiegende Folgen sein. Experten raten deshalb, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen.

Augenreiben vermeiden

Bei einem Gerstenkorn verschreibt der Arzt zumeist eine antibiotische Augensalbe. Auch die trockene Wärme durch eine Rotlichtlampe (bei geschlossenen Augen) beschleunigen die Abheilung. Augenreiben oder feuchte Umschläge fördern dagegen die Ausbreitung der Keime und sollten daher vermieden werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Radio-Visite | 21.01.2015 | 09:20 Uhr

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