Stand: 05.01.2015 10:34 Uhr

Sauna - Schwitzen für die Gesundheit

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Regelmäßiges Saunieren wirkt sich nicht nur positiv auf das Wohlbefinden, sondern auch auf Immunsystem und Kreislauf aus.

Ist es draußen kalt und ungemütlich, zieht es viele Menschen in die Sauna, denn so ein Schwitzbad wärmt nicht nur ordentlich durch, sondern ist auch herrlich entspannend. Studien zeigen, dass der thermische Reiz durch den Wechsel von heiß und kalt das Immunsystem stärkt.

Regelmäßige Saunagänger bilden in ihrem Knochenmark mehr sogenannte Killerzellen und können damit Infekte leichter abwehren. Auch auf den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System und den Blutdruck wirkt sich regelmäßiges Saunieren positiv aus.

Damit die Hitze den Körper nicht überlastet, sondern die Gesundheit fördert, sollten Saunagänger sich an die bewährten Saunaregeln halten.

So saunieren Sie richtig

  • Die Entspannung zum Stressabbau ist ein ganz wichtiger Faktor, deshalb sollte man in der Sauna möglichst nicht reden. Das gleichmäßige, ruhige Atmen ist gut für die Bronchien, vor allem in Kombination mit Aufgüssen. Sie enthalten ätherische Öle und fördern die Durchblutung der Schleimhäute.

  • Kein falscher Ehrgeiz: Lassen Sie es langsam angehen. Je höher die Temperatur der Sauna ist, desto weniger Zeit sollte man darin verbringen. 6 bis 15 Minuten pro Saunagang sind völlig ausreichend. Die absolute Temperatur ist dabei nicht entscheidend, ausschlaggebend ist das Wohlbefinden des Einzelnen. Man sollte immer nur so lange in der Sauna bleiben, wie man sich wohl fühlt. Anfänger sollten zudem eher mit niedrigen Temperaturen und auf der unteren Sitzreihe anfangen. Ganz wichtig: Die letzte Minute des Saunagangs immer sitzen, damit sich der Kreislauf auf das Aufstehen vorbereiten kann.

  • Ebenso wichtig ist das richtige Abkühlen. Nach dem Schwitzen braucht der Körper Sauerstoff, deshalb sollte man aus der Sauna erst einmal für ein paar Minuten an die frische Luft gehen und erst dann ins Tauchbecken oder unter die kalte Dusche. Bei der Abkühlung ist es wichtig, herz-fern anzufangen: Vom rechten Fuß bis hoch zum Becken, dann links hoch zum Becken, rechter Arm, linker Arm und erst dann den Oberkörper. So kann das Blut wieder richtig zirkulieren. Wer dagegen von oben nach unten kühlt, riskiert einen Kreislaufkollaps.

  • Nach der Abkühlung braucht der Körper 20 bis 30 Minuten absolute Ruhe - Füße hoch im Ruheraum oder auf die Massagebank. Zwar kann die Wärme allein keine Verspannungen lösen, aber sie sorgt für eine bessere Durchblutung der Muskulatur und lässt uns zur Ruhe kommen: Beste Vorbedingungen für den Masseur, um tiefsitzende Verspannungen im Nacken und Schulterbereich lösen zu können.

Wohltat für die Haut

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Das starke Schwitzen lässt die Haut weich werden und sorgt so für ein frisches Aussehen.

Neben den gesunden Wirkungen schätzen Saunafans auch den kosmetischen Effekt: Die Haut fühlt sich nach dem intensiven Schwitzen weich an, denn die Hitze öffnet die Poren und fördert die Hautdurchblutung. Man fühlt sich sauber, selbst Falten verschwinden vorübergehend.

Übrigens: Da der Körper mit dem Schweiß bis zu zwei Liter Flüssigkeit und Mineralien verliert, müssen diese nach dem Saunieren unbedingt wieder zugeführt werden - am besten mit viel Mineralwasser.

Wer sollte auf den Saunagang verzichten?

Wer hustet und niest, muss draußen bleiben: Eine akute Infektion wie eine Erkältung oder eine Grippe kann durch den Hitze-Kälte-Wechsel schlimmer werden. Da Viren und Bakterien in den warmen Ruheräumen zudem ideale Bedingungen vorfinden, gefährden erkrankte Saunagänger nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Wer unter zu hohem oder zu niedrigem Blutdruck leidet, kann dagegen von regelmäßigen Saunagängen profitieren.

Ebensowenig dürfen Patienten mit Krampfadern oder einem Herzschrittmacher in die Sauna, denn das Thromboserisiko ist zu hoch und die hohen Temperaturen können der Schrittmacherelektronik schaden. Auch Patienten mit akutem Asthma, Migräne, Krebserkrankungen oder Leber- und Nierenleiden sollten auf das Saunieren verzichten.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Radio-Visite | 08.01.2013 | 09:20 Uhr

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