Stand: 20.03.2017 11:13 Uhr

MRT-Kontrastmittel mit Nebenwirkungen

Bei vielen bildgebenden Verfahren in der Medizin werden Kontrastmittel benötigt, um schwer sichtbare Organstrukturen und verschiedene Körpergewebe optisch zu trennen und sichtbar zu machen. So wird auch bei der Magnetresonanztomografie (MRT) seit Jahren ein millionenfach eingesetztes Kontrastmittel in die Vene des Patienten gespritzt. Es enthält das magnetische Element Gadolinium und ist besonders gut geeignet, um versteckte Entzündungsherde, zum Beispiel bei Multipler Sklerose, und Hirntumore über die Magnetröhre aufzuspüren.

Eine Person im MRT.

MRT-Kontrastmittel mit Nebenwirkungen

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Weil die Magnetresonanztomografie MRT ohne Strahlung funktioniert, gilt die Untersuchung im Vergleich zum Röntgen als ungefährlich. Doch Experten warnen vor einigen Kontrastmitteln.

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Ablagerungen im Gehirn nach vier MRT-Untersuchungen

Doch nach Erkenntnissen der US-amerikanischen Arzneibehörde soll sich Kontrastmittel bereits nach vier MRT-Untersuchungen im Gehirn der Patienten ablagern können. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) erwägt deshalb, die Zulassung für vier Kontrastmittel aufzuheben, obwohl die Ablagerungen bisher keine negativen Symptome oder Beschwerden verursachen. Betroffen wären die Kontrastmittel Gadobensäure, Gadodiamid, Gadopentetat und Gadoversetamid.

Kliniken nutzen zum Teil Alternativen

Manche Kliniken sind als Vorsichtsmaßnahme bereits auf Kontrastmittel ohne das magnetische Element Gadolinium umgestiegen. Andere wiederum nutzen eine alternative Version, bei der das Gadolinium stärker gebunden wird und sich daher nicht so leicht im Gehirn ablagern kann. Manche Ärzte empfehlen Patienten mit Multipler Sklerose eine andere MRT-Technik zu nutzen, mit der man ganz ohne Kontrastmittel nach Entzündungen suchen kann.

Weitere Informationen

Chat-Protokoll: Nebenwirkungen von Kontrastmitteln

Kann man bei einer Magnetresonanztomografie (MRT) auf Kontrastmittel verzichten? Was tun, wenn man darauf allergisch reagiert? Prof. Olav Jansen hat Fragen im Chat beantwortet. mehr

Interviewpartner

Im Studio:
Prof. Dr. Olav Jansen
Neuroradiologe, Klinikdirektor
Klinik für Radiologie und Neuroradiologie
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Arnold-Heller-Straße 3
24105 Kiel
Tel. (0431) 597 48 08
Fax. (0431) 597 49 13
E-Mail: olav.jansen@uksh.de
Internet: www.uksh.de/

Im Beitrag:
Prof. Dr. Karlheinz Hauenstein
Universitätsmedizin Rostock
Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Ernst-Heydemann-Straße 6 / Schillingallee 35
18057 Rostock
Tel. (0381) 494 92 01
Fax. (0381) 494 92 02
Internet: www.med.uni-rostock.de/

Prof. Dr. Uwe Zettl
Neuroimmunologe
Zentrum für Nervenheilkunde, Klinik und Poliklinik für Neurologie
Universitätsmedizin Rostock
Gehlsheimer Straße 20
18147 Rostock
Tel. (0381) 494 96 56
Fax. (0381) 494 96 05
E-Mail: uwe.zettl@med.uni-rostock.de
Internet: neurologie.med.uni-rostock.de/

Prof. Dr. Thorsten Feldkamp
Leitender Oberarzt
Klinik für Innere Medizin IV, Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Schittenhelmstraße 12
42105 Kiel
Tel. (0431) 597 13 38
Fax. (0431) 597 13 37
E-Mail: feldkamp@nephro.uni-kiel.de
Internet: www.nephrologie-uni-kiel.de/

Prof. Dr. Michael Synowitz
Klinik für Neurochirurgie, Campus Kiel
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Arnold-Heller-Straße 3, Haus 41, Neurozentrum
24105 Kiel
Tel. (0431) 597 48 02
Fax. (0431) 597 49 18
E-Mail: michael.synowitz@uksh.de
Internet: www.uksh.de/

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Visite | 21.03.2017 | 20:15 Uhr

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