Stand: 05.08.2014 20:15 Uhr  | Archiv

Was tun, wenn Mann nicht mehr kann?

Ein Mann hat eine Erektile Dysfunktion, wenn es ihm mehrmals nicht gelingt, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten. Die häufigsten Ursachen dafür sind eine gestörte Penisdurchblutung oder Erkrankungen im Bereich der Muskulatur des Penis. Durch die gestörte Durchblutung kommt entweder zu wenig Blut im Penis an oder das Blut fließt zu schnell wieder ab. Der Penis wird nicht hart genug oder erschlafft vorzeitig.

Erektile Dysfunktion kann Hinweis auf Schlaganfall-Risiko sein

Die Häufigkeit der Erektilen Dysfunktion ist stark vom Lebensalter abhängig. Mit höherem Alter tritt sie zunehmender auf: Unter den 40- bis 49-Jährigen ist knapp jeder zehnte Mann betroffen, unter den 60- bis 69-Jährigen bereits jeder dritte. Experten vermuten eine hohe Dunkelziffer, die tatsächlichen Zahlen sind wahrscheinlich noch höher.

Viele Betroffene gehen aus Angst und falscher Scham zunächst nicht zu einem Facharzt. Doch um die Fähigkeit zur Erektion erfolgreich wiederherstellen zu können, ist eine Untersuchung und Behandlung ratsam. Zudem kann eine Erektile Dysfunktion ein Warnhinweis für ein erhöhtes Risiko auf Herzinfarkt und Schlaganfall sein. Denn eine Ursache der Erektionsstörung ist häufig eine "Verkalkung" der Blutgefäße - die sogenannte Arteriosklerose - die den Penis mit Blut versorgen.

Potenzprobleme durch Übergewicht, Rauchen, übermäßigen Alkoholkonsum

Diese Verkalkung betrifft aber auch andere Gefäße im Körper - insbesondere die des Herzens und des Gehirns. Im schlimmsten Fall droht dann ein Herz- oder Hirninfarkt. Wird eine Arteriosklerose früh erkannt und behandelt, sind solche ernsten Folgen oft vermeidbar.

Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen führen ebenfalls zu Durchblutungsstörungen und steigern dadurch auch das Risiko für Erektionsprobleme. Übergewicht, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Bewegungsmangel sowie eine einseitige und ungesunde Ernährung schädigen die Blutgefäße und erhöhen damit ebenso die Wahrscheinlichkeit für Potenzprobleme.

Diagnostik beim Urologen oder Arzt für Männerheilkunde

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Erektionsstörungen können auch durch Nervenverletzungen im Rahmen von Operationen an der Prostata oder am Mastdarm sowie nach Bestrahlungen auftreten. Zudem können Medikamente wie Antiepileptika, Antidepressiva, Hormontabletten (Antiandrogene) oder Betablocker Erektionsstörungen verursachen. In einigen Fällen ist ein Testosteronmangel Ursache der Beschwerden.

Für die Diagnostik der Erektilen Dysfunktion ist ein Urologe oder ein Arzt mit der Zusatzqualifikation Andrologie (Männerheilkunde) Ansprechpartner. In einem ausführlichen Anamnesegespräch wird dabei zunächst erhoben, wie die sexuellen Probleme genau aussehen und seit wann sie bestehen. Wichtig ist auch eine ausführliche Medikamentenanamnese, um herauszufinden, ob Vorerkrankungen bestehen, die die Erektionsstörungen verursachen können oder ob die Medikamente selbst einen solchen Effekt haben.

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Visite | 05.08.2014 | 20:15 Uhr

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