Stand: 30.05.2017 22:41 Uhr

Chat-Protokoll zum Thema Nasen-OP

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HNO-Fachärztin Dr. Sylvia Brockhaus aus Hamburg hat Fragen im Visite Chat beantwortet.

Ursache einer chronischen Sinusitis sind meist Engstellen, die zu einem permanenten Sekretstau in den verschachtelten, knöchernen Hohlräumen der Nasennebenhöhlen führen. Sie bilden einen optimalen Nährboden für Bakterien und führen zu anhaltenden Entzündungen. Sind Höhlen oder Gänge chronisch verstopft, kann ein operativer Eingriff wieder Luft schaffen.

Dr. Sylvia Brockhaus ist Fachärztin für Hals,- Nasen- und Ohrenheilkunde und Allergologie an der HNO-Praxis Falkenried in Hamburg. Sie hat Fragen zum Thema im Visite Chat beantwortet. Das Protokoll zum Nachlesen.

Unbekannt: Ich werde im Juni wegen meiner immer wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündung operiert. Mein Arzt sagt, dass ich zu große Rachenmandeln habe. Können diese wirklich die Hauptursache meiner Sinusitis sein?

Dr. Sylvia Brockhaus: Vergrößerte Rachenmandeln sind als alleinige Ursachen in der Regel nur im Kindesalter verantwortlich für Nasenwegsbehinderungen. Wie in der Sendung gesagt, ist häufig der Siebbeinbereich die Schlüsselstelle für die Ursache der chronischen Entzündung oder Schwellungen im Bereich der Nasenhaupthöhle.

Haraldi: Ich hatte vor zwei Monaten an den Nasenmuscheln eine OP. Seitdem läuft meine Nase stärker als vorher. Versuche es gerade mit einer Salznasendusche.

Brockhaus: Nasenlaufen, das durch eine Nasenmuschel-OP entsteht, ist fast nicht erklärbar. Liegt evtl. eine saisonale Allergie vor oder doch mehr Beschwerden im Bereich der Nebenhöhlen? Diese Fragen müssten hierzu geklärt werden.

Jule: Bei meinem Mann läuft ständig die Nase, besonders bei körperlicher Anstrengung. Außerdem schnarcht er stark und hat morgens immer Schleim im Hals. Was hilft?

Brockhaus: Für viele dieser Beschwerden gibt es Lösungen. Bewegen Sie Ihren Mann doch einmal zu einem Besuch bei einem HNO-Arzt.

Unbekannt: Ich bin Nasenspray-abhängig. Haben Sie evtl. eine Lösung dafür?

Brockhaus: Bei Nasenspray-Abhängigkeit würde man immer erst ein kortisonhaltiges Nasenspray verabreichen und dieses über einen Zeitraum von mindestens vier bis sechs Wochen. Wenn das nicht hilft, käme evtl. auch hier eine Radiofrequenztherapie der Nasenmuschel in Frage.

Stephanie: Wie sind die Chancen, durch eine OP das Problem einer Ozaena zu beseitigen?

Brockhaus: Durch Verkleinerung der Nasenmuschel ist das Problem der "Stinknase" nicht vorstellbar auszulösen. Durch ausgedehnte Nasennebenhöhleneingriffe oder bei Tumoren im Nasennebenhöhlenbereich ist die Ozaena eine seltene Komplikation. Diese wieder zu beseitigen, ist operativ fast unmöglich.

Jutta: Nach zwei Nasenoperationen (2007, 2009) steht wieder eine OP an. Zurzeit Behandlung mit Kortison 5 mg/Tag. Gibt es Alternativen?

Brockhaus: Ist schon einmal eine Aspirin-Intoleranz ausgetestet worden? Behandlungsalternativen hängen sehr von den Ursachen der Entzündung ab.

Dieses Thema im Programm:

Visite | 30.05.2017 | 20:15 Uhr

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