Stand: 12.01.2015 11:02 Uhr  | Archiv

Was bringt Intervall-Fasten?

Bild vergrößern
Intervall-Fasten ist ein neuer Diät-Trend.

Die Feier- und Schlemmertage sind vorbei. Viele Menschen nehmen den Jahreswechsel zum Anlass, überflüssige Pfunde wieder abzubauen. Ein spezielles Konzept ist das Intervall-Fasten, auch 5:2-Diät genannt. Dabei isst man fünf Tage in der Woche normal, an zwei Tagen reduziert man die Nahrungszufuhr auf 500 Kalorien bei Frauen beziehungsweise 600 Kalorien bei Männern. Dazu gilt es, viel zu trinken: Geeignet sind Wasser und ungesüßter Tee.

Zwischen den Mahlzeiten sollten Pausen von mindestens vier bis fünf Stunden eingehalten werden. Denn wenn man zwischendurch isst, wandelt der Körper die Kohlenhydrate in Zucker um und dieser geht direkt ins Blut. Der Blutzuckerspiegel steigt dann an. Der Körper erkennt die Zuckerschwemme und schüttet Insulin aus. Das wiederum kann bei vielen Menschen zu einer leichten Unterzuckerung und somit zu Heißhunger führen. Außerdem hat der Körper nur in Esspausen Gelegenheit, Fett abzubauen, da der Abbau während der Insulinausschüttung nicht funktioniert.

Positive Auswirkung auf Stoffwechsel

Das Intervall-Fasten soll aber nicht nur überflüssige Pfunde purzeln lassen, sondern sich vor allem positiv auf den Stoffwechsel auswirken. Beim Intervall-Fasten sind die Hungerphasen kurz. Die Vorteile dabei: Der Stoffwechsel wird nicht gedrosselt, die Muskelmasse nicht abgebaut. Dadurch wird der gefürchtete Jo-Jo-Effekt vermieden. Außerdem normalisieren sich Blutzucker- und Insulinspiegel. Das ermöglicht dem Körper, Fettreserven zu verbrennen.

Vor Beginn einer Fastenkur sollte man sich ärztlich untersuchen lassen. Nach vorheriger Absprache mit dem Arzt können auch Diabetiker auf diese Art fasten.

Periodisches Fasten beschäftigt Wissenschaftler

Wissenschaftler der Universität Graz untersuchen derzeit die Anti-Aging-Wirkung periodischen Fastens. An einem Tag essen, am nächsten Tag fasten (Alternate Day Fasting) verlängerte im Tierversuch nachweislich das Leben der Tiere. Den Grund dafür sehen Experten in einem Zellreinigungsprozess namens Autophagie, der beim Fasten ausgelöst wird. Dieses Selbstverdauungsprogramm reinigt und entgiftet.

Interviewpartner

Im Studio:
Dr. Maike Plaumann
Internistin, Diabetologin, Ernährungsmedizinerin
Diabetes Kröpcke
Rathenaustraße 16
30159 Hannover
Tel. (0511) 36 39 76
Internet: www.diabetes-kroepcke.de

Dieses Thema im Programm:

Visite | 13.01.2015 | 20:15 Uhr

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Abnehmen-durch-Fastentage,fasten224.html