Stand: 07.04.2016 17:21 Uhr

Gemüse, Kräuter und Blumen vorziehen

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Das Ende des Winters ist ein guter Zeitpunkt, um Gemüse, Kräuter und Blumen vorzuziehen.

Blumen, Kräuter und Gemüse: Viele Pflanzen lassen sich in kleinen Zimmergewächshäusern vorziehen, denn sie dürfen bei niedrigen Temperaturen noch nicht im Freien gepflanzt oder gesät werden. Sommerblumen beispielsweise dürfen erst nach den Eisheiligen ins Beet. Ein Vorteil ist zudem, dass die vorgezogenen Pflanzen einen "Wachstumsvorsprung" haben.

Ein selbstgebautes Mini-Gewächshaus steht auf einem Tisch. © NDR

Schnell und einfach: Gewächshaus selbst gemacht

Mein Nachmittag

Gemüse und Blumen vorziehen? Kein Problem im Mini-Gewächshaus. Mit einem Eierkarton, einem Gefrierbeutel, Erde und Samen ist es schnell, günstig und einfach selbst gemacht.

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Standort sollte möglichst hell sein

Generell sollte man für das Vorziehen frische Anzuchterde und keine normale Blumenerde verwenden. Sie enthält kaum Dünger und sorgt dafür, dass die jungen Pflanzen nicht zu schnell, dafür aber sehr kräftig wachsen. Zum Vorziehen eignen sich Saatgut oder Stecklinge, die man am besten in spezielle kleine Töpfe aus Kunststoff oder Torf pflanzt. Eine luxuriöse Variante sind spezielle Quelltöpfe. Sie sind in gepresster Form im Fachgeschäft erhältlich. Werden sie mit Wasser übergossen, quellen sie in kurzer Zeit auf und sind dann optimale Grundlage für Stecklinge und Einzelaussaaten. Ein späteres Pikieren, also das Vereinzeln der Jungpflanzen, entfällt, denn jede Pflanze hat schon ihren eigenen Wurzelballen. Der gesamte Topf kann dann beispielsweise ins Beet gepflanzt werden.

Damit die Anzucht gelingt, sollten die Töpfe hell, nicht zu warm und vor Zugluft geschützt stehen. Ein Mini-Gewächshaus für die Fensterbank bietet ideale klimatische Bedingungen. Alternativ kann man Frischhaltefolie als Abdeckung benutzen.

Gemüse und Kräuter im Mini-Gewächshaus vorziehen

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Bis sich die ersten Paprikapflanzen zeigen, dauert es etwa zwei Wochen.

Ende Februar/Anfang März ist es Zeit, aus Saatgut Gemüse wie Paprika und Tomaten zu ziehen. Die Pflanzen dürfen zwar erst im Mai ins Freiland, sind bis dahin aber schon schön kräftig. Dafür eignet sich am besten ein Mini-Gewächshaus, das es aus Glas, Holz und Plastik gibt. Auch eine Milchtüte lässt sich leicht zum Gewächshaus umwandeln. Mehrjährige Kräuter wie Salbei, Rosmarin, Oregano, Minze, Estragon, mehrjähriges Bohnenkraut oder Thymian können mit geringem Aufwand durch Stecklinge vermehrt werden. Alternativ können sie aus Samen selbst gezogen werden, zunächst auf der Fensterbank, später im Freiland. Wichtig: Saatgut ist nicht unendlich einsetzbar, die Keimfähigkeit kann nachlassen, deshalb ist vorab eine Keimprobe empfehlenswert.

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Blumen vorziehen und durch Stecklinge vermehren

Dahlien dürfen ebenfalls erst im Mai wieder in den Garten gepflanzt werden. Allerdings können die Knollen bereits Anfang März drinnen vorgetrieben werden. Die Pflanzen werden durch diese Methode besonders kräftig und blühfreudig. Wer seine Blumen vermehren möchte, kann das beispielsweise bei Pelargonien, auch als Geranien bekannt, und Fuchsien mit Stecklingen ausprobieren, die von überwinterten Pflanzen abgeschnitten werden.

Alternative: Im Frühbeet Pflanzen vorziehen

In Frühbeeten, die idealerweise schon im Herbst angelegt worden sind, können sowohl Sommerblumen als auch Gemüsearten mit langer Kulturdauer wie Kohl, Salat oder Tomaten vorgezogen werden. Die richtige Zeitpunkt für die Aussaat von Gemüse im Freien ist, wenn die Forsythienblüte begonnen hat. Das Beet sollte zum Schutz vor Kälte mit einem sogenannten Frühbeetfenster abgedeckt werden.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 07.04.2016 | 16:10 Uhr

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