Fragen und Antworten zum Thema DVB-T

Was bedeutet eigentlich DVB-T?

DVB-T, das digitale Antennenfernsehen, gehört neben DVB-S für die digitale Satellitenübertragung und DVB-C für die digitale Kabelübertragung zu einer Familie internationaler Übertragungsstandards für das Fernsehen. Bei DVB (Digital Video Broadcasting) werden die Bild- und Tonsignale nach dem weltweit eingesetzten MPEG-2-Verfahren codiert, komprimiert und als Datenpakete übertragen. Dadurch können bis zu vier TV-Programme in einem Fernsehkanal untergebracht werden. Für den Empfang auf einem herkömmlichen Fernsehgerät muss der digitale Datenstrom wieder in analoge Bild- und Tonsignale gewandelt werden. Dazu bedarf es eines Decoders in Form des DVB-T-Empfangsgerätes.

Warum wurde DVB-T eingeführt?

Die Modernisierung der terrestrischen Übertragungstechnik war notwendig, um das Antennenfernsehen als unabhängigen Übertragungsweg neben Kabel und Satellit zu erhalten. Es soll auch solchen Haushalten ein Programmangebot zu ermöglichen, die Kabel oder Satellit nicht nutzen können und um die Wirtschaftlichkeit dieses Übertragungswegs zu gewährleisten.

Welche Kosten entstehen für mich, wenn ich DVB-T empfangen möchte?

Für den Empfang von DVB-T benötigen Sie eine den örtlichen Empfangsverhältnissen entsprechende Antenne (Zimmer-, Außen- oder Dachantenne) und ein DVB-T-Empfangsgerät, das an das vorhandene Fernsehgerät angeschlossen wird. Das DVB-T-Empfangsgerät, die sog. Set-Top-Box, ist ab etwa 50 Euro im Handel erhältlich. Zusätzliche Kosten entstehen nicht, da die Programme über DVB-T unverschlüsselt und frei empfangbar sind.

Was mache ich mit meinem Videorekorder?

Sie können eine DVB-T Set-Top-Box auch an den Videorekorder anschließen und wie bisher Sendungen aufzeichnen. Die VPS-Funktion wird allerdings von den meisten DVB-T-Empfangsgeräten nicht unterstützt. Gleichzeitiges Aufzeichnen und Sehen unterschiedlicher Programme über ein- und dieselbe Box ist – genau wie beim digitalen Satelliten- oder Kabelempfang - mit einer einfachen DVB-T-Box nicht möglich. Hierzu wäre ein sogenannter Twin-Receiver erforderlich. Bei diesem sind in einem Gehäuse zwei Empfangsmodule integriert. Als Alternative bietet sich der Umstieg auf einen Festplatten-/DVD-Rekorder an, in den das DVB-T-Empfangsmodul bereits integriert ist.