Stand: 19.04.2018 12:00 Uhr

Entwicklung des Rundfunkbeitrags

Am 1. April 2015 reduzierte sich der monatliche Rundfunkbeitrag um 48 Cent 17,50 Euro pro Wohnung. Erstmals in der Geschichte der Rundfunkfinanzierung sank damit der Beitrag. Möglich wurde dies durch die im Jahr 2013 vorgenommene Umstellung von der gerätebezogenen Rundfunkgebühr auf den Rundfunkbeitrag. Dadurch wurden 2013 und 2014 Mehrerträge erzielt. Von 2009 bis März 2015 war die Höhe des Rundfunkbeitrags bzw. der Rundfunkgebühr über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahren mit 17,98 Euro konstant geblieben.

Die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag für die ARD lagen 2015 bei 5.681,5 Millionen Euro, 2016 bei 5.570,8 Euro. Die Mehrerträge aus der Umstellung der Rundfunkgebühr auf den Rundfunkbeitrag standen den Rundfunkanstalten nicht zur Verfügung. Ausgeben durften die Rundfunkanstalten nur das, was die KEF in ihrem 19. Bericht als Finanzbedarf für die Beitragsperiode 2013 bis 2016 anerkannt hat. Die Mehrerträge aus dem Rundfunkbeitrag in Höhe von 1.115,3 Millionen Euro für die Jahre 2013 bis 2016 wurden daher in eine Beitragsrücklage gestellt.

Somit ergeben sich für die ARD im Jahr 2015 verwendbare Erträge aus dem Rundfunkbeitrag in Höhe von 5.356,3 Millionen Euro und für das Jahr 2016 von 5.381,3 Millionen Euro.

Von 2009 bis 2012 entwickelten sich die anteilig der ARD zur Verfügung stehenden Erträge aus dem Rundfunkbeitrag stetig rückläufig. In dieser Zeit stiegen andere Kosten jedoch weiter an, wie unter anderem der Blick auf die Entwicklung des Verbraucherpreis-Index und anderer Kosten zeigt.

Aufgrund der umstellungsbedingten Mehrerträge lagen die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag im Jahr 2014 insgesamt erstmals wieder über dem Verbraucherpreis-Index. In den Jahren 2015 und 2016 haben die zurückgehenden Erträge aus dem Rundfunkbeitrag jedoch wieder dazu geführt, dass das Niveau unter dem Verbraucherpreis-Index liegt.

 

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Entwicklung der Beiträge im Vergleich zum Preisniveau

Mehr zur Entwicklung der Rundfunkbeiträge auch im Vergleich zu anderen Verbraucherpreisen finden Sie bei ARD.de extern