Stand: 16.01.2017 12:00 Uhr

Entwicklung des Rundfunkbeitrags

Der monatliche Rundfunkbeitrag ist 2015 von 17,98 Euro auf 17,50 Euro gesunken. Seit dem 1. April 2015 beträgt die Höhe des Rundfunkbeitrags pro Wohnung monatlich 17,50 Euro. Der Rundfunkbeitrag wurde zuvor erstmals in der Geschichte der Rundfunkfinanzierung um 48 Cent pro Wohnung gesenkt. Möglich wurde dies durch die Umstellung von der gerätebezogenen Rundfunkgebühr auf den Rundfunkbeitrag im Jahr 2013, durch den 2013, 2014 und 2015 Mehrerträge erzielt wurden. Von 2009 bis März 2015 war die Höhe des Rundfunkbeitrags (ehemals: "Rundfunkgebühr") über einen Zeitraum von über sechs Jahren mit 17,98 Euro konstant.

Die Erträge aus dem Rundfunkbeitrag für die ARD lagen im Jahr 2013 bei 5.433,1 Millionen Euro, 2014 bei 5.871,5 und 2015 bei 5.681,5 Millionen Euro. Die Mehrerträge aus der Umstellung der Rundfunkgebühr zum Rundfunkbeitrag stehen den Rundfunkanstalten derzeit nicht zur Verfügung. Ausgeben dürfen die Rundfunkanstalten nur das, was die KEF im 19. KEF-Bericht als Finanzbedarf für die Beitragsperiode 2013-2016 anerkannt hat. Die Mehrerträge aus dem Rundfunkbeitrag in Höhe von 111,1 Millionen Euro (2013), 489,5 Millionen Euro (2014) und 325,2 Millionen Euro (2015) wurden daher in eine Beitragsrücklage gestellt.

Somit ergeben sich für die ARD im Jahr 2013 verwendbare Erträge aus dem Rundfunkbeitrag in Höhe von 5.322,0 Millionen Euro, für 2014 von 5.381,9 Millionen Euro und für 2015 von 5.356,3 Millionen Euro.

Nach einem Rückgang der Erträge der ARD in den Jahren 2009 bis 2012 wird seit 2014 erstmals wieder das Niveau von 2009 erreicht. Ein erklärtes politisches Ziel der Reform der Rundfunkfinanzierung, den Rückgang der Erträge zu stoppen, konnte somit allein durch die Systemumstellung erreicht werden.

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Entwicklung der Beiträge im Vergleich zum Preisniveau

Mehr zur Entwicklung der Rundfunkbeiträge auch im Vergleich zu anderen Verbraucherpreisen finden Sie bei ARD.de extern